Jetzt ist wieder Bastelzeit

In den Callenberger Ortsteilen geht es kreativ zu. Das bewies die Hobbymesse, die am verlängerten Wochenende in der Langenchursdorfer Turnhalle stattfand.

Langenchursdorf.

Laut Organisator Frank Haupt waren 19 Aussteller vor Ort, um Holzkunst, Bastelarbeiten, Malerei, Textiles und einiges mehr zu zeigen. Helga Schubert, gelernte Verkäuferin, die nach der Wende zur Floristin umgeschult wurde und mittlerweile den Ruhestand genießt, gestaltet beispielsweise mit Begeisterung Kränze, Sträuße und andere Schmuckstücke aus einer riesigen Vielfalt von Materialien. Exotische Blüten, afrikanische Früchte, Muscheln oder Blätter werden beispielsweise zusammengeklebt. "Die Bastelzeit geht jetzt wieder so richtig los. Im Frühling und Sommer habe ich ja auch noch meinen Garten", erzählt Helga Schubert, die vor allem für Freunde und Verwandte bastelt. Den Umgang mit der Klebepistole und verschiedenen Naturmaterialien, die auch bei Waldspaziergängen gesammelt werden, hat sie über die Jahre immer weiter perfektioniert. Eine Herausforderung bleibt aber. "Man weiß irgendwann gar nicht mehr wohin mit den ganzen Sachen", sagt die Callenbergerin, die genau wie die anderen Aussteller ihre Werke auch für einen kleinen Obolus zum Kauf anbot. Die Preise waren dabei aber eher symbolisch, denn einen Stundenlohn darf man bei der vielen Arbeit, die in den Werken steckt, eher nicht ausrechnen. So ist das auch bei Brigitte Klotz, die nicht zu den Lokalmatadoren bei der Hobbyausstellung zählte, sondern auch der Nähe von Ziegelheim anreist war. Die ehemalige Gastwirtin malt Bilder auf Leinwand und sorgt dabei für erstaunliche Effekte. Denn durch verschiedene Schichten und den Lichteinfall wirken die Motive teilweise dreidimensional. "Teilweise nutze ich dafür auch LED-Technik", berichtet die 69-Jährige, die schon immer gern malt und nach Versuchen beim Basteln mit der Serviettentechnik die Idee für die Bilder mit den 3D-Effekten hatte. Kleine Bücher mit Gedichten oder Sprüchen werden ebenfalls in Handarbeit mit viel Liebe zum Detail und offenbar auch reichlich Fingerspitzengefühl gefertigt.

Etwas rustikaler geht es bei Jutta Plötner aus Reichenbach zu. Sie werkelt regelmäßig in der heimischen Garage an Kreissäge, Drechselbank und anderen Maschinen, auf denen sie Pyramiden, Figuren oder kleine Häuschen aus Holz entstehen lässt. "Ich kann nicht einfach ruhig auf dem Sofa sitzen", sagt die 74-Jährige, die schon zu DDR-Zeiten in der Heimarbeit Kunstgewerbliches entstehen ließ und nun seit einigen Jahren die größeren Holzarbeiten fertigt. Auch Pyramidenmotoren oder die Kabel für die Beleuchtung installiert sie dabei selbst, was sich Jutta Plötner nach und nach beigebracht hat. "Die Stunden zähle ich dabei nie", sagt die Reichenbacherin, die nach eigenem Bekunden mittlerweile auch noch etwas mehr Platz für ihre Arbeiten gebrauchen könnte. Laut Organisator Frank Haupt wird es nächstes Jahr Anfang Oktober wieder eine Hobbyausstellung geben. Dabei sind auch Kreative von außerhalb eingeladen, ihre Hobbys vorzustellen, wobei nicht nur Kunsthandwerkliches gezeigt werden soll.

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