Kirche trifft Wirtschaft

Carsten Rentzing, Landesbischof der Evangelischen Kirche in Sachsen, kennt sich nicht nur mit dem christlichen Glauben aus. Seit Donnerstag ist er auch in Sachen Kartoffel schlauer.

Weidensdorf.

Zusammen mit anderen Vertretern aus dem Kirchenbezirk Glauchau-Rochlitz besuchte der 51-Jährige den Kartoffelverarbeiter Friweika in Weidensdorf. Etwas Einblick in das Thema hatte Rentzing aber auch schon vor dem Unternehmensbesuch. "Während meines Studiums habe ich in der Lebensmittelindustrie gearbeitet", sagte der Landesbischof im Gespräch mit der "Freien Presse". Marko Wunderlich aus dem Friweika-Vorstand schilderte den Besuchern zunächst die Entwicklung des genossenschaftlichen Unternehmens, das im kommenden Jahr das 50-jährige Bestehen feiern kann. Vor allem das kontinuierliche Wachstum des Standortes, an dem aktuell rund 6 Millionen Euro in die Modernisierung der technischen Anlagen, zum Beispiel für die Kloßteigproduktion, investiert werden, ließ die Gäste staunen. Auch die Mengen, die in Weidensdorf verarbeitet werden, sind eine Hausnummer. Etwa 135.000 Tonnen Kartoffeln und Zwiebeln gehen durch die Anlagen des Unternehmens, das rund 330 Mitarbeiter beschäftigt. Die Menge soll bis auf 200.000 Tonnen gesteigert werden. "Die Regionalität ist den Kunden hier wichtiger als das Thema Bio", antwortete er auf eine von vielen Fragen der Gäste, die sich auch für soziale Aspekte interessierten. Denn die dürfen laut Bischof Rentzing in der Kirche nicht nur theoretisch eine Rolle spielen. Auch deshalb gibt es regelmäßig Unternehmensbesuche.

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