Schulen sehen sich gut aufgestellt

Ob Gymnasium oder Evangelische Oberschule: Die Änderungen bei der Bildungsempfehlung schrecken Lichtensteiner und Gersdorfer nicht.

Lichtenstein/Gersdorf.

Im Lichtensteiner Gymnasium "Prof. Dr. Max Schneider" wurde am Samstag beim Tag der offenen Tür nicht nur über die Bildungsmöglichkeiten der Schule informiert, sondern auch über eine Neuerung diskutiert. Da die Bildungsempfehlung, die Viertklässler bekommen, nicht mehr verbindlich ist, können auch Schüler für das Gymnasium angemeldet werden, die den eigentlich erforderlichen Notenschnitt nicht vorweisen können. "Es haben Eltern danach gefragt", sagte Schulleiter Michael Hausmann, der dem Thema gelassen entgegensieht. Die ganze Sache werde zwar etwas komplizierter, doch er erwartet, dass die Vernunft entscheidet. Nach der Anmeldephase zwischen 1. und 8. März wird es am 9.März Tests für Kinder geben, die keine Bildungsempfehlung für das Gymnasium haben, aber trotzdem hier lernen wollen. Auch Elterngespräche sind dann verpflichtend. Laut Hausmann gibt es sicherlich einige Sonderfälle, bei denen vielleicht eine schlechte Note in einer Klassenarbeit entscheidend war. Insgesamt appellierte er aber, der Einschätzung der Grundschullehrer Vertrauen zu schenken.

In den Unterrichtsräumen präsentierten sich die einzelnen Fächer, oftmals mit moderner Technik, aber teils auch klassisch mit Modellen oder dem Mikroskop. "Im kommenden Schuljahr gibt es wieder einen Leistungskurs Biologie", kündigte Lehrerin Jana Kramer an. Das beliebte Fach konnte in den vergangenen Jahren aufgrund der Richtlinien der sächsischen Bildungsagentur nur als Grundkurs belegt werden. Mit Blick auf Investitionen verwies Bürgermeister Thomas Nordheim, der am Samstag ebenfalls zu Gast war, vor allem auf den Kauf von Ausstattung. Größere Bauvorhaben sind im Gymnasium nicht geplant.

Nicht nur das Gebäude am Lichtensteiner Lutherplatz stand am Samstag offen, sondern auch das an der Webendörfer Straße. Dort haben sich vor allem die Bedingungen auf dem neu gestalteten Schulhof verbessert. In Gersdorf präsentierte sich zeitgleich die Evangelische Oberschule. Dort rechnen die Verantwortlichen nicht damit, dass die Veränderungen bei der Bildungsempfehlung Auswirkungen auf die Schülerzahl haben. Denn laut Veronika Bartsch, Geschäftsführerin des Trägervereins der Schule, gab es in den vergangenen Jahren stets mehr Anmeldungen als die zur Verfügung stehenden 48 Plätze in den zwei neuen fünften Klassen.

"Es sind schon immer Schüler zu uns gekommen, die eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium hatten", sagte Veronika Bartsch. In Gersdorf lernen in der Oberschule laut Leiterin Corinna Endt derzeit 283 Mädchen und Jungen, die von 22 Lehrern unterrichtet werden. Zudem sind fünf Integrationshelfer in der Bildungsstätte tätig.

Neben dem christlichen Profil, das aber nach Darstellung der Bildungsstätte keinen Glauben aufdrängt und auch nichtchristlichen Kindern offensteht, zeichnen viele Ganztagesangebote die Schule aus. Auch sie wurden den Besuchern am Samstag vorgestellt. Dabei spielt beispielsweise die gesunde Ernährung eine Rolle, wie Sylvia Kunz den Besuchern vorführte. Zusammen mit Kindern zeigte die Ernährungs- und Kräuterpädagogin, wie ein gesundes Müsli selbst hergestellt werden kann. "Fertigprodukte gibt es bei uns nicht", betonte die Hartensteinerin.

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