Stadtwerke wollen Aufzüge anbauen

Der Jahresabschlussbericht der Stadtwerke Oberlungwitz enthält positive Zahlen, die sich in den Plänen für 2019 spiegeln.

Oberlungwitz.

Die Stadtwerke Oberlungwitz, die 400 Wohnungen in ihrem Bestand haben und weitere 17 Objekte verwalten, stehen wirtschaftlich gut da. Das wurde bei der Vorstellung des Jahresabschlussberichtes 2017 in der jüngsten Sitzung des Oberlungwitzer Stadtrates deutlich. Volker Brabandt, Geschäftsführer des städtischen Tochterunternehmens, konnte für das Geschäftsjahr rund 420.000 Euro Gewinn vermelden. Dieser Überschuss wurde aufs Folgejahr übertragen, damit er für anstehende Investitionen oder die Tilgung von Krediten genutzt werden kann.

Im Wohngebiet an der Robert-Koch-Straße, wo sich der Großteil der Wohnungen der Stadtwerke befindet, sollen 2019 weitere Aufzüge angebaut werden. Dabei wird die Variante gewählt, dass die Aufzüge außen ans Gebäude kommen und jeweils an den Treppenabsätzen zwischen den Etagen halten. "Es gibt auch andere Möglichkeiten, aber da sind zu große Eingriffe in die Bausubstanz nötig", erklärt Volker Brabandt. Auch die geplanten Aufzüge seien schon ein großer Fortschritt und werden von immer mehr Mietern gewünscht. Gefragt sind auch größere Wohnungen in den Plattenbauten, die durch Umbauarbeiten realisiert werden können. Damit lässt sich laut Brabandt die Attraktivität der "Platte" erhöhen und der Leerstand verringern. Der lag im November bei reichlich acht Prozent, mit Blick auf das gesamte Jahr bei elf Prozent. "Der Leerstand hat sich verringert, dadurch konnten wir auch höhere Mieteinnahmen erwirtschaften", erklärt der Geschäftsführer. Zudem trugen reduzierte Zinsausgaben zum positiven Jahresergebnis bei.

Größere Projekte, die von den Stadtwerken Oberlungwitz gestemmt wurden, waren die Erneuerung eines Blockheizkraftwerkes im Heizhaus an der Robert-Koch-Straße sowie die Fassadensanierung am altersgerechten Wohnblock. Hinzu kommen verschiedene Arbeiten an Außenanlagen sowie die Renovierung in den eigenen Geschäftsräumen.

Wichtig für den Betrieb ist laut Volker Brabandt, dass die ehemalige Kunzefabrik an der Hofer Straße, die von Albrecht Mugler saniert wird und künftig als Seniorenwohnpark genutzt werden soll, nun von den Stadtwerken mit Fernwärme aus dem Heizhaus versorgt wird. "Damit konnte der Wegfall des Wohnblocks kompensiert werden", sagt Brabandt mit Blick auf den vor drei Jahren erfolgten Abriss eines Plattenbaus im Wohngebiet Robert-Koch-Straße. Weitere Rückbaumaßnahmen im Wohngebiet, wo auch die Wohnungsgenossenschaft Sachsenring Wohnungen verwaltet, sind nicht vorgesehen.

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