Nachfrage nach Corona-Impfungen steigt

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Impfstelle des DRK an der Schubertstraße in Zwickau bietet Impfungen an vier Tagen in der Woche an - Mobile Teams gibt es derzeit nicht

Zwickau/Werdau.

Mit Beginn des Herbstes verzeichnet das Impfzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) an der Schubertstraße in Zwickau wieder mehr Impfwillige. "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Coronaschutzimpfung.

Ist die zentrale Impfstelle in der Schubertstraße 1 in Zwickau im Hochhausgebäude des Autohauses Lueg derzeit in Betrieb?

Ja, die Impfstelle ist dienstags, mittwochs und freitags jeweils von 9 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Der Impfpunkt wird von Mitarbeitern des DRK Zwickau und Hohenstein-Ernstthal in Zusammenarbeit mit Ärzten betrieben. In den vergangenen Tagen stieg die Nachfrage nach Impfungen stark an. Zwischen 50 und 70 Leute lassen sich momentan pro Tag impfen, sagt Gerd Gräfe, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Hohenstein-Ernstthal.

Wer lässt sich derzeit impfen?

Besonders häufig kommen Senioren in den Impfpunkt, sagt Gräfe. Sie hätten gute Erfahrungen mit den Schutzimpfungen gemacht und sind natürlich auch per se gefährdeter für schwere Krankheitsverläufe, wie schwere Lungenentzündungen.

Welche Impfstoffe werden gegenwärtig verimpft?

Das DRK bietet nach Angaben von Gerd Gräfe Impfstoff des Herstellers Biontech für die Grundimmunisierung und für die aktuellen Virusvarianten an, außerdem Impfstoff von Moderna für die Grundimmunisierung und für Auffrischungsimpfungen sowie Impfstoffe von Novavax, Valneva und Johnson. Der jeweilige Impfarzt entscheidet gemeinsam mit dem Bürger, welcher Impfstoff individuell am geeignetsten erscheint.

Wem wird zurzeit eine Schutzimpfung gegen Covid-19 empfohlen?

Der erste Ansprechpartner in dieser Frage sollte immer der Hausarzt sein, so Gerd Gräfe. Dieser kann seinen Patienten am besten individuell beraten. Laut Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) stollten zum Beispiel Menschen über 60 Jahre, Beschäftigte in medizinischen Berufen, aus Risikogruppen oder pflegende Angehörige über eine Impfung nachdenken und für sich eine Entscheidung treffen.

Kann man ohne Voranmeldung in den Zwickauer Impfpunkt kommen oder sollte man sich vorher anmelden?

Vorrangig sollten Interessierte für eine Terminvereinbarung das Portal sachsen.impfterminvergabe.de nutzen. Dies habe vor allem etwas mit der Impfstoffplanung zu tun, sagt Gerd Gräfe.

Kann man sich gleichzeitig gegen Grippe impfen lassen?

Nein, das ist gegenwärtig im Impfpunkt Zwickau nicht möglich, sagt Gerd Gräfe. Man sei aber im Gespräch, um gegebenenfalls weitere Schutzimpfungen anbieten zu können.

Gibt es momentan mobile und/oder stationäre Impfteams der Johanniter-Unfall-Hilfe, die in Städten und Gemeinden des Landkreises arbeiten und sozusagen vor Ort impfen?

Nein. Derzeit liegen den Johannitern keine diesbezüglichen Anfragen vor, sodass der Einsatz mobiler Impfteams nicht geplant ist, sagt die Sprecherin der Johanniter in Werdau, Katja Böwe. Die mobilen Teams seien bisher seitens des DRK sachsenweit koordiniert worden. Beauftragt wurde dies stets vom sächsischen Staatsministerium des Innern in Dresden.

Sind die Hausärzte zu Corona-Impfungen verpflichtet?

Nein, dieses Angebot ist freiwillig, sagt Dr. Jan Anastassis Skuras vom Vorstand des Sächsischen Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Dresden. Seiner Erfahrung nach tun es aber die allermeisten Ärzte des Verbandes, der rund 2500 Mitglieder hat. Man sollte sich telefonisch erkundigen oder auch über die Web-Seiten der jeweiligen Praxen online einen Termin ausmachen. rdl

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