Audi-Fans knacken in Zwickau und am Sachsenring zwei Weltrekorde

Ein vogtländischer Verein führt einander wildfremde Audi-Fans aus halb Deutschland mit einer Idee zusammen: Sie wollen ins Guinness-Buch der Rekorde. Der Verlag muss die besondere Leistung noch bestätigen.

Zwickau.

Bereits gegen 14.45 Uhr standen die vier Ringe. Besser gesagt: Rund 270 Audis standen auf dem auf dem Platz der Völkerfreundschaft aufgezeichneten Audi-Logo. Doch Veranstalter Matthias Müller war noch mächtig im Stress. "Jetzt stellen wir die Initialen unseres Vereins", sagte der Vertreter vom Audi-Club Vogtland am Samstag und lotste die verbliebenen 30 Wagen auf ein A, ein C und ein V. Der erste Weltrekord fürs Guinness-Buch der Rekorde war damit gelungen.

Zu Partyrhythmen aus dem Lautsprecher hatten die Ordner zuvor Stunden Audi an Audi auf dem Platz eingewiesen. Bei manchen war das Zentimetersache. Viele Fahrer waren weit gereist: Sogar aus Tschechien, aus Wiesbaden und dem niedersächsischen Wolfenbüttel waren Audifans gekommen, um Teil dieses Rekordversuchs zu sein. Der Alte, den ein slowakischer Audi-Club hielt, lag bei 196 Modellen.

Drohnen flogen über den Platz, um ein Bild von oben zu erhaschen. Gute Aussichten auf die vier Ringe dürften die Besucher der Kunstsammlungen am Rande des Platzes gehabt haben. In Scharen tummelten sie sich auf der Kuppel des Museums. Unten gab es Bier und Currywurst, die Stimmung trotz des teils eisigen Windes prächtig. Der Abend versprach eine After-Show-Party am Sachsenring.

Die 19-jährige Lisa Nötzel aus dem erzgebirgischen Oelsnitz war bereits 11.30 Uhr auf dem Platz. Eher durch Zufall war sie zu einem Audi gekommen. "Es ist mein erstes Auto", sagte die Auszubildende. Von ihrer Freundin, die Mitglied im Audi-Club ist, erfuhr sie von dem Vorhaben des Audi-Clubs in Zwickau, jener Stadt, in der die Marke geboren wurde. "Da wollte ich gern dabei sein", sagte sie. Und 11.30 Uhr war sie keineswegs die Erste, da standen schon viele Schlange. Lisa Nötzel bekam die Startnummer 297. Kurioserweise ging die auch an Alan Georgi aus Schwarzenberg. Beide witzelten, ob sie letztlich übereinander stehen müssen. Georgi ist ein Audi-Fan durch und durch, obgleich er derzeit Golf fährt. Für das Ereignis hatte er sich jedoch den Wagen seines Schwagers geliehen. "Und schön poliert", sagte der 33-Jährige lachend. Was ist es, dass sein Herz für das Auto mit den vier Ringen höher schlagen lässt? "Es ist eine Erinnerung, die ich als kleiner Knirps im Wagen meines Vaters hatte, es ist das Fahrwerk, es ist einfach Leidenschaft", erklärte der Schwarzenberger.

Am Abend gelang den Teilnehmern ein zweiter Weltrekord: Mehr als 300 Audis fuhren, zuletzt sogar zweispurig, eine Parade auf dem Sachsenring. Müller war überaus zufrieden, es gab keinerlei Unfälle. In den nächsten Tagen muss noch alles dokumentiert und eingeschickt werden. "Jetzt aber wird erst einmal gefeiert", sagte der Veranstalter am Abend erleichtert. (mit hpk)

Auf Facebook hat der Audi-Club Vogtland ein Video vom Platz der Völkerfreundschaft geteilt:

Auch vom Sachsenring hat der Club live berichtet:


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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    2
    Hanneswbg
    24.02.2020

    Toll, und welcher Mehrwert wurde dabei erzielt?