Grüne fordern klare Abgrenzung zur AfD

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Keine Unterstützung für OB-Kandidat der Freien Wähler in Limbach

Limbach-O./Zwickau.

Die Grünen haben angekündigt, den Kandidaten der Freien Wähler bei der Oberbürgermeisterwahl in Limbach-Oberfrohna, Gerd Härtig, nicht zu unterstützen. Der 52-Jährige würde sich nicht klar von der AfD abgrenzen. "Im Wahljahr in Sachsen gilt es, den Einzug von Rechtspopulisten in die Rathäuser und Landratsämter zu verhindern. Somit erwarten wir von allen demokratischen Parteien und deren Kandidaten eine deutliche Abgrenzung gegenüber der AfD", teilte der Kreisverband Zwickau von Bündnis 90/Die Grünen mit.

Härtig erklärt dazu, dass er und die Freien Wähler ausschließlich in der Kommunalpolitik tätig seien und sich den Bürgern von Limbach-Oberfrohna verpflichtet fühlen. "Es gibt diverse Forderungen aller im Bundes- und Landtag vertretenen Parteien, die nicht unsere Unterstützung finden. Das hindert uns jedoch nicht daran, mit den vor Ort aktiven Vertretern dieser Parteien sachliche Gespräche zu führen", teilt Härtig mit. Ein künftiger OB habe die Aufgabe, einer Spaltung der Gesellschaft in verschiedene Lager entgegenzuwirken. Er betont, dass die Freien Wähler jede Radikalisierung und jeden Rechtsbruch "verabscheuen" würden.

Die Limbach-Oberfrohnaer AfD positioniert sich eindeutig. In Bezug auf die Freien Wähler sagte der AfD-Fraktionschef im Stadtrat, Uwe Müller, bereits im November zur "Freien Presse": "Wir hatten mit Dr. Jesko Vogel einen guten und parteineutralen Oberbürgermeister. Jetzt tritt wieder ein Kandidat an, der keiner Partei angehört und von dem wir uns daher die gleiche Neutralität versprechen", so Müller. Vor wenigen Tagen wurde zudem ein Foto veröffentlicht, welches den CDU-OB-Kandidaten Jan Hippold zusammen mit seinen Parteikollegen, dem Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt. Wanderwitz, der bei der Bundestagswahl im Herbst sein Direktmandat an den AfD-Mann Mike Moncsek verlor, wird in diesem Zusammenhang als "Förderer, Freund und Wegbegleiter" Hippolds bezeichnet. Kurz darauf wurde ein Artikel in der "Morgenpost" veröffentlicht, in dem es heißt, dass die CDU sich über die Unterstützung der AfD für die Freien Wähler ärgert. "Das freut uns, wenn sich die CDU und deren Limbach-Oberfrohnaer OBM-Kandidat ärgern", heißt es dazu von der AfD.

Die CDU selbst hat sich bundesweit eindeutig zur AfD positioniert. Der Bundesvorstand der Partei hat ein Zusammenarbeitsverbot mit der AfD beschlossen.

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