Jugendbande zieht durch Zwickau: Wohnungsdurchsuchungen, Haftbefehl und Suche nach Opfer

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Zwickau.

Seit knapp einem Jahr ermittelt die Zwickauer Kriminalpolizei gegen mehrere Jugendliche, die in Zwickau eine Serie von Straftaten begangen haben. Es handelt sich um 13- bis 16-Jährige, die jeweils am Nachmittag oder Abend, hauptsächlich im Bereich der Bahnhofsvorstand und des Neumarktes gleichaltrige Jugendliche mit körperlicher Gewalt oder einem Messer bedroht haben, berichtet die Polizei. Oft habe ihr gemeinsames Auftreten gereicht, um die Opfer zur "freiwilligen" Übergabe von Bargeld, Kleidung oder anderen Gebrauchsgegenständen zu erpressen. 

Jüngste Fälle ereigneten sich laut Polizei seit dem 21. Juli dieses Jahres. An diesem Donnerstag musste sich ein Jugendlicher gegen 22.25 Uhr in der Buslinie 10 zwischen Neumarkt und Hauptbahnhof einer unfreiwilligen "Taschenkontrolle" unterziehen. Unmittelbar danach wurde noch vor der nächsten Haltestelle ein 16-Jähriger von den fünf jugendlichen Tatverdächtigen dazu genötigt, seinen Pullover abzugeben. Gleich drei Tage später erbeuteten diese Jugendlichen eine wertvolle Tasche und Kopfhörer eines weiteren 16-Jährigen und fügten ihm körperliche Schäden zu.

Die Polizei durchsuchte daraufhin die Wohnungen von fünf Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren und konnten das gesamte Diebesgut auffinden. Gegen einen der Tatverdächtigen, einen 15-Jährigen, wurde Haftbefehl erlassen. 

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wird der bislang unbekannte Geschädigte aus der Buslinie 10 gebeten, sich unter 0375 4284480 bei der Kriminalpolizei in Zwickau zu melden. (fp)

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