Kanzlerin besucht Zwickauer Gedenkstätte für NSU-Mordopfer

Merkel legte Blumen ab. Die Polizei sperrte den Park am Schwanenteich weiträumig ab.

Zwickau.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Montag den Zwickauer Gedenkort für die Mordopfer des Nationalsozialistischen Untergrunds besucht. Die Stätte am Schwanenteich war am Sonntag offiziell eingeweiht worden. Die Kanzlerin traf kurz vor 13 Uhr am Gedenkort in Zwickau ein, begleitet unter anderem von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (SPD) sowie Bundestags- und Landtagsabgeordneten. 

Merkel legte Blumen an der Stelle ab, an der Unbekannte Anfang Oktober den Gedenkbaum für das erste NSU-Opfer, Enver Simsek, abgesägt hatten. Der Vorfall rief weit über die Grenzen Zwickaus hinaus große Empörung hervor. Die Stadt entschied kurz danach, zehn neue Bäume an die Stelle auf dem Schwanenteichgelände zu pflanzen - einen Baum für jedes NSU-Mordopfer. Nach Gesprächen in kleiner Runde und kurzen Ansprachen der Kanzlerin, des Ministerpräsidenten, der Oberbürgermeisterin und des engagierten Schülers Jakob Springfeld war die Veranstaltung am Zwickauer Gedenkort beendet. 

Für die nicht öffentliche Veranstaltung hatte die Polizei den Park am Schwanenteich weiträumig abgesperrt und die Reichenbacher Straße zeitweise gesperrt. Dennoch waren sowohl einige Schaulustige als auch Gegendemonstranten gekommen. (ael)

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