Stadtfest-Tagebuch: Finale für die größte Fete Westsachsens

Am letzten Tag des Stadtfestes erwartet die Besucher noch einmal ein buntes Programm. Musikalischer Höhepunkt ist die Band Marquess um 21 Uhr.

Hauptmarkt. Dieses Konzert ist das letzte Highlight des diesjährigen Zwickauer Stadtfestes. Um 21 Uhr hat die Band Marquess die Hauptmarktbühne betreten. Die gut gelaunten Musiker feiern mit dem ebenfalls gut gelaunten und entspannten Publikum den Abschluss der dreitägigen Stadtfete.

Anders als am Samstagabend haben die Leute vor der Bühne auch noch etwas Platz zum Tanzen. 


Domhof. Am Domhof hat um 20 Uhr die Band Mr. Rod losgelegt. Ihre Show ist eine Hommage an den britischen Sänger Rod Stewart, die sowohl akustisch als auch optisch überzeugen soll. 

 

 


Willi Kühn, mit seinem Security-Dienst verantwortlich für die Sicherheit auf dem Fest, zieht am Sonntagabend ein positives Fazit: "Kleinere Geschichten, das Übliche", sagt er im Gespräch mit der "Freien Presse".

Rangeleien zwischen Betrunkenen haben seine Leute genauso geschlichtet wie sie "Mädchen für alles" spielten. "Wir sind oft am einfachsten greifbar, also kommen die Leute auch mit einem Wespenstich erst mal auf uns zu. Und wir helfen gern." Die Polizei selbst zieht ihr Fazit erst ab Montagmorgen.


Hauptmarkt. Gerade erklang der Evergreen "Volare" von der Hauptmarktbühne. Die Band Marquess, musikalischer Höhepunkt des Stadtfest-Sonntags, absolvierte den obligatorischen Soundcheck vor ihrem Auftritt. 

Das Konzert beginnt um 21 Uhr. 


Kornmarkt. Bernhard Brink hat das Publikum auf seiner Seite: Auf dem Kornmarkt ist es heiß, die Sonne knallt vom Himmel. Brink, so erzählt er, toure seit Tagen bei Hitze über die Bühnen der Schlagerfeste. "Ich werde schon gefragt, ob ich Roberto Blanco bin", witzelt er.

Seine Art Humor kommt an: Brink nimmt sich selbst auf die Schippe - auch seine Schlagerkollegen müssen mit Seitenhieben rechnen. "Im Fernsehen sehen Sie kleiner und dicker aus, sagen die Leute immer zu mir", sagt Brink, um hinzuzufügen: "Ich sag dann immer: Ja, im Fernsehen heiße ich aber Andy Borg."


Hauptmarkt. Für alle die, die sich am Sonntag über den mit Papierschlangen behängten Baum neben der italienischen Eisdiele auf dem Hauptmarkt gewundert haben: Nein, das ist kein Scherz eines Junggesellenabschieds und auch keine politische Botschaft, der Baum bekam seinen Schmuck während des Konzerts von Wincent Weiss in der Nacht zuvor verpasst.

Aus Partykanonen vor der Bühne waren unter anderem Papierschlangen über der Menschenmenge verschossen worden - und eben auch auf dem Baum gelandet. Weiss, dem der Auftritt in Zwickau richtig viel Spaß machte, musste selbst darüber lachen. Er entschuldige sich bei dem, "der das wieder saubermachen muss", sagte er.


Hauptmarkt. Wo in der Nacht noch Popsänger Wincent Weiss die Massen zum Toben brachte, versammelten sich am Sonntagmorgen Christen zum ökumenischen Gottesdienst. Der Hauptmarkt war auch zu diesem Anlass gefüllt. Dekan Markus Böhme (Römisch-katholische Kirche), Pfarrer Frank Bliesener (Evangelisch-lutherische Kirche), Pastor Christian Posdzich (Evangelisch-methodistische Kirche) und Pastor Thomas Eichin (Baptistengemeinde) führten durch den Gottesdienst.

Die Bläserchöre Zwickau und die Big Band des Peter-Breuer-Gymnasiums übernahmen die musikalische Gestaltung. Zwickau sei eine Stadt der Toleranz - gegenüber Religionen und Fremden, sagte Posdzich in seiner Predigt. Das gelte für Asylbewerber genauso wie für Studenten, die in die Stadt ziehen. Zwickau könne Heimat für jeden werden, für Gott gebe es keine No-Go-Areas.

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