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Allein die Markt-Sanierung kostet in diesem Jahr 1,7 Millionen Euro. Das Projekt steht kurz vor der Fertigstellung. Der Elektrotechnik-Meisterbetrieb Kai Höpfner installiert zurzeit insgesamt fünf Elektro-Versorgunspoller für den Marktbetrieb. Im Bild: Kai Höpfner mit seinem Lehrling und Sohn Tom.

Foto: Franko Martin

Etat auf Kante genäht: Dennoch verbaut Lengenfeld Millionen

Vor allem die Fortführung und Beendigung großer Projekte wie Markt und Milchhof stehen im Doppel-Haushalt. Neue Investitionen kommen dazu.

Von Silvia Kölbel
erschienen am 13.10.2017

Lengenfeld. Den Doppelhaushalt 2017/18 für Lengenfeld brachten die Stadträte kürzlich auf den Weg. Kämmerer Jan Jirka Meyer stellte das umfangreiche Papier während einer Stadtratssitzung vor. Mit dem Haushalt sei man zwar spät dran, aber er ist ausgeglichen, so Meyer. Einige geplante Vorhaben fielen der Konsolidierung zum Opfer.

Allerdings könnte es nötig sein, Kredite aufzunehmen. Von 2,4 Millionen Euro noch in diesem Jahr ist die Rede. 400.000 Euro könnten es 2018 sein. Ob sich diese Kreditaufnahme tatsächlich erforderlich macht, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von angekündigten, aber noch nicht beschlossenen Förderrichtlinien für den Umbau des Marktes. Die könnten für die Stadt günstiger sein.

Sehe sich die Stadt tatsächlich gezwungen, die Kredite aufzunehmen, würde sich die Pro-Kopf-Verschuldung von derzeit rund 200 Euro auf 500 Euro erhöhen. Die Grenze, ab der Kontrollbehörden ein besonderes Auge auf die Kommunen werfen, liege bei 800 Euro, so Meyer.

In den Vorjahren vom Stadtrat beschlossene Kreditaufnahmen waren nicht nötig, weil sich jeweils andere Geldquellen auftaten, weshalb die bisherige Verschuldung als gering einzustufen sei.

Dieses und nächstes Jahr beinhaltet der Doppelhaushalt insgesamt Investitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro.

Größte Investition im laufenden Haushaltjahr ist der Umbau des Marktplatzes mit 1,7 Millionen Euro. Das Projekt steht kurz vor der Fertigstellung. Bis November sollen die Bauarbeiter das Feld geräumt haben, denn dann wollen Gewerbeverein und Stadt dort zum Adventsmarkt einladen.

Den nächsten großen Brocken verschlingt der Umbau des alten Milchhofes zu einem Wohngebäude für Senioren. Bauherr ist die Volkssolidarität in Reichenbach. Diese Maßnahme hat bereits begonnen. Die in den Haushalt eingestellten 930.000 Euro sind genau genommen ein Durchlaufposten, denn es handelt sich um Fördermittel, die an den Bauherren weitergereicht werden.

Ebenfalls als eine Art Durchlaufposten gestaltet sich die Beseitigung von Hochwasserschäden am Lencken Teich und am Plohnbach. Das Hochwasser 2013 hatte größere Mengen zum Teil radioaktiv belastete Sedimente in die beiden Gewässer gespült. 926.000 Euro sind für die Schadensbeseitigung nötig. Die Maßnahme ist zu 100 Prozent förderfähig, das heißt, die Stadt muss keine Eigenmittel aufbringen. Die Maßnahme läuft bereits.

648.000 Euro muss die Stadt für den Ausbau der Stangengrüner Straße reservieren. Bei dem Drei-Millionen-Projekt ist der Landkreis Bauherr. Die Stadt übernimmt die Kosten für Gehweg und Beleuchtung. Sie erhält dafür 400.000 Euro Fördermittel. Die Bauarbeiten sind für die nächsten zwei Jahre geplant.

Mit 380.000 Euro reiht sich der Umbau des alten Feuerwehrdepots an der Poststraße zu einem Museum in die Gruppe der größeren Investitionen ein. Die Bauarbeiten dort sind in vollem Gange und sollen laut Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) noch dieses Jahr zum Abschluss kommen.

Es schließen sich eine Reihe Vorhaben an, die unter der 100.000-Euro-Marke bleiben: So bekommt der VfB Lengenfeld eine neue, 80.000 Euro teure Kegelbahn. Die Erneuerung ist seit mehreren Jahren geplant. Wie Bachmann den Räten erklärte, benötigt der Verein diese Anlage, um auch weiterhin Turniere auf Landes- und Bundesebene austragen zu können. In einer Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (Zwav) bekommt die Grüne Gasse neue Leitungen und auch eine neue Straßendecke. Kosten: 90.000 Euro.

Einige Vorhaben mussten im Zuge der Haushaltkonsolidierung in Folgejahre verschoben werden. Nach hinten rückte unter anderem der Ausbau der Feldgasse, der Neuen Gasse und des Hammerweges. Auch der Zappelberg bekommt wahrscheinlich erst 2020 eine neue Beleuchtung. Ein weiteres Gemeinschaftsprojekt mit dem Zwav, der Straßenbau und die Neuverlegung von Leitungen und Kanälen auf der Abhorner Straße, muss ebenfalls mindestens bis 2019 warten.

 
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