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Montage der Fahrzeuge im VW-Fahrzeugwerk - für Besucher immer wieder beeindruckend.

Foto: Foto-Atelier LORENZ

E-Mobilität: VW setzt auf schnelle Entwicklung

Auch das Volkswagenwerk beteiligt sich an der Aktion "Türen auf!". Für die Autobauer eine Gelegenheit, das Projekt 2020 näher zu erläutern.

Von Jochen Walther
erschienen am 17.04.2018

Zwickau. Das lässt sich Gunter Hauswald nicht entgehen. Der 65-Jährige, der 18 Jahre im Zwickauer Volkswagenwerk beschäftigt war, erinnert sich noch genau an die Anfänge, an Produktionshallen, in denen zu einem Großteil noch Handarbeit gefragt war. Heute arbeiten allein im Bereich Karosseriebau 800Industrieroboter. Das bringt selbst Hauswald zum Staunen, der gestern mit knapp 50 Personen an der ersten von acht Führungen teilnimmt, die VW Sachsen innerhalb der Aktion "Türen auf!" und gemeinsam mit der Stadt anlässlich "900Jahre Zwickau" initiiert hat.

Dass ab 2020 die Produktion des Golfs und des Passats Variant im Ortsteil Mosel eingestellt wird und nur noch elektrisch angetriebene Autos vom Band laufen, wurde von den Besuchern zwar nicht euphorisch kommentiert. Wohl aber scheinen die Erwartungen groß. "Ich würde lieber heute als morgen auf ein E-Mobil umsteigen. Es muss aber ein Golf sein", erzählt eine Frau. Ihre Freundin ist ebenfalls gespannt - und überzeugt, dass sich die E-Mobilität nicht aufhalten lässt. Dennoch schwingt Skepsis unter den Teilnehmern mit. Die Gründe sind vielfältig: So sollen die E-Mobile eine Reichweite von lediglich 500 Kilometern haben. "Für Außendienstler ist das nicht gerade ideal", moniert eine weitere Frau. Andere wiederum rücken den hohen Preis der E-Fahrzeuge in den Fokus.

Pressechef Gunter Sandmann spricht gern vom "Smartphone auf vier Rädern". Das kommt an, macht Lust auf die Autowelt von morgen. "Das E-Auto fährt geräuschlos, wird den Fahrer schon beim Einsteigen begrüßen", sagt Sandmann, der überzeugt ist, dass in den nächsten Jahren das Netz der Schnellladestationen rasant wächst. Davon geht auch Dieter Hildesheim aus, der seit der Wende im VW-Werk zu tun hatte, nun als Rentner täglich bis zu 25Interessierte durch die Hallen führt: "Ich sage immer: Geht nicht, gibt's nicht." Die E-Mobilität werde sich so wie andere Produkte in immer kürzeren Zeiträumen weiterentwickeln - eine Vision, die mit dem zweistündigen Rundgang durch die Presshalle, den Karosseriebau und die Montagehalle nicht verfliegt. So müssen laut Sandmann zwar zwei Hallen umgebaut und für die Fertigung der E-Auto-Reihe vorbereitet werden, Fachkräfte und Roboter werden aber weiter gebraucht. Was schon jetzt wie von Geisterhand erledigt wird, das sei bei den neuen Fertigungslinien ab 2020 nicht anders. Am Ende zeigen sich die Gäste von den Informationen und dem Rundgang selbst begeistert. Und die Montage der Fahrzeuge zum Abschluss der Führung sorgt für große Augen. "Hier haben wir einen Rechtslenker. Wir verkaufen auch in Länder, wo es den Linksverkehr gibt", zeigt Ex-Mitarbeiter Andreas Sauer, der ebenfalls Führungen leitet, wie flexibel die Produktion läuft.

 
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