Landtag: Nachrücker bei Grünen und Linken

Dresden. Sachsens Grünen-Chef Jürgen Kasek bleibt doch an der Parteispitze und verzichtet deshalb überraschend auf ein Landtagsmandat. "Die Arbeit im Landtag wäre eine neue verlockende Herausforderung. Aber derzeit sehe ich mich eher als derjenige, der die Kreisverbände unterstützt und weniger in der parlamentarischen Auseinandersetzung", begründete der 34-Jährige seine Entscheidung in einer am Freitagmorgen veröffentlichten Erklärung an die Grünen-Mitglieder. Statt des Leipzigers wird nun die 35-jährige Dresdner Politologin und gebürtige Zwickauerin Katja Meier ihre Parteifreundin Eva Jähnigen (49) ersetzen, die am Donnerstagabend vom Dresdner Stadtrat zur neuen Umweltbeigeordneten gewählt wurde. Bei den sächsischen Grünen ist die Trennung von Partei-Spitzenamt und Parlamentsmandat zwar nicht vorgeschrieben, aber üblich.

Auch die bisherige Linke-Fraktionsvize Annekatrin Klepsch (38) wechselt als Kulturbeigeordnete in die Dresdner Stadtpolitik. Ihren Platz im Landtag wird der sorbische Linke-Politiker Heiko Kosel einnehmen. Der 48-Jährige saß dort bereits von 1999 bis 2014. Kosel profitiert dabei davon, dass die auf der Landesliste der Linken zur Landtagswahl 2014 vor ihm platzierte Linke Heike Werner als Sozialministerin in Thüringen keine Ambitionen auf eine Rückkehr als Abgeordnete in den Dresdner Landtag hegt. (tz)

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