Annaberger Automobilclub geht bei Talentsuche neue Wege

Für den Auftakt ihrer Jugendkartserie hatten sich die Organisatoren mehr Zuspruch erhofft. Ans Aufgeben denken sie allerdings nicht.

Annaberg-Buchholz.

Aller Anfang ist schwer. Den geflügelten Spruch haben die Kartsportler zu spüren bekommen. Denn zu ihrer Kreismeisterschaft mit Erzgebirgspokal haben sich nur 12 Aktive in die Flitzer gesetzt, darunter 7 Kinder. Doch speziell die Jugendlichen sollen für diesen Sport gewonnen werden.

Um für mehr Nachwuchs zu sorgen, haben sich der AMC Annaberg und der MC Stollberg verbündet. "Wir möchten eine kleine Serie schaffen, um Neulinge in unsere Clubs zu locken", erklärt Annabergs Jugendwart Oliver Schenk das Ansinnen. Die Lösung schien mit dem Erzgebirgspokal im Jugend-Kart-Slalom nicht die schlechteste Idee zu sein. Vier Rennen - je zwei in Annaberg und Stollberg - waren aus der Taufe gehoben worden. Der Auftakt am Annaberger Autohaus Schloz & Wöllenstein aber ging daneben. "Die geringe Resonanz war schon ernüchternd", gab Schenk offen zu. Dabei hatten er und seine Mitstreiter eine knapp 400 Meter lange Runde vorbereitet, Karts, Helme und alles Zubehör bereitgelegt, um jeden Neuling seine Runden drehen lassen zu können. "Vielleicht ist ja nicht so recht deutlich geworden, dass Neulinge willkommen sind. Vielleicht hat sie auch der Titel Kreismeisterschaft mit Erzgebirgspokal etwas abgeschreckt", sinniert Schenk. Über die Ursachen soll noch einmal intensiv nachgedacht werden, an der Unattraktivität des Kartrennens für Kinder dürfte es ja kaum liegen. "Wir werden auch weiterhin versuchen, Mädchen und Jungs ab 7 Jahren für uns zu gewinnen", sagt Jugendwart Schenk, der gern mehr als zehn Kinder in seinem AMC betreuen würde. Trainiert wird im Winter in der Karthalle Cunersdorf, im Sommer geht es nach draußen auf die Piste der Mildenauer Firma Doll. Um zu werben, präsentiert sich die Jugendgruppe auch während des Pöhlbergpreises am 19. Mai.

Letztlich blieben zum Auftaktrennen die Clubmitglieder weitgehend unter sich. Dabei kristallisierte sich Kilian Hantschmann als Bester heraus. Der Zwölfjährige aus Annaberg preschte sogar schneller um die Kurven als Männersieger Jens Martin. In 1:06,43 Minuten legte das Talent zudem die schnellste aller gefahrenen Runden hin - Strafzeiten für umgefahrene Hütchen oder verpasste Kurven gab's für ihn nicht.

Sieger Annaberg: Anfänger 1: 1. Ben Schubert (Dresden); A 2: 1. Justus Walther (O'thal), 2. Silas Martin (Crottendorf), 3.Sky Leon Kratsch (Gelenau); Fortgeschrittene 2: 1. Kilian Hantschmann (Annaberg), 2. Philipp Schreiter (Arnsfeld), 3. Toni Göhler (Annaberg), F 4: 1.Jens Martin (Crott.), 2. Jan Walther (O'thal), 3. Alexander Klemm (Jöhstadt)

Weitere Termine: 2. Juni und 1. September Stollberg, 15. oder 22. September Annaberg

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