Christian Tiffert ist mit Remis bei Union nur halb zufrieden

Ein Zähler für die Auer Zweitliga-Kicker in Berlin. Eigentlich völlig okay? Der Routinier im Team des FC Erzgebirge findet, dass am Sonntag mehr drin gewesen wäre.

Berlin.

Christian Tiffert sagt, was er denkt. Selbst dann, wenn es unbequem ist und er dem einen oder anderen damit vielleicht auf die Füße tritt. Der 36-jährige Fußballer nahm auch am Sonntag nach dem Zweit- liga-Spiel bei Union Berlin kein Blatt vor den Mund. Während einige seiner Teamkollegen mit dem einen Zähler bei den Eisernen zufrieden waren und zahlreiche Fans im Abstiegskampf das Remis ebenfalls nur zu gern mitnahmen, sagte Tiffert: "Hinten raus bin ich ein bisschen enttäuscht, dass es nur ein Punkt geworden ist. Es hätte mehr sein können."

Tiffert wollte sich weder von dem Fakt, dass die Veilchen seit nunmehr fünf Partien ungeschlagen sind, noch von Unions Heimstärke umstimmen lassen. Nur dreimal wurden die Köpenicker in dieser Saison vor eigenem Publikum geschlagen, viermal gab es für Union ein Remis und sechsmal einen Sieg. Aber vorgestern war gerade in der Schlussphase der Begegnung alles drin, selbst ein Erfolg der Gäste. Das bestätigte Kapitän Martin Männel. "Wir hatten eine Riesenchance, mit der wir das Spiel hätten gewinnen können. Insofern sind wir ein bisschen enttäuscht", sagte der Kapitän, dem aber ebenso wenig entgangen war, dass sein Team vor allem in der ersten Halbzeit mächtig unter Druck stand. "Da hätte das Spiel in die andere Richtung kippen können."

Christian Tiffert kommt zu einer ähnlichen Einschätzung, was die Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit angeht: "Aber wir haben die Berliner nur zu Torchancen kommen lassen, wenn wir ihnen den Ball in den Fuß spielten." Umso mehr bedauerte der 36-Jährige, dass die Veilchen den Gegner immer wieder aufbauten. Vor allem in der Phase kurz vor der Pause brannte es vor dem Tor der Lila-Weißen lichterloh. "Es ist im Prinzip nichts los. Wir spielen denen zweimal in den Fuß, und sie kommen zu Chancen", so Tiffert und fügt hinzu: "Da hätte es auch anders ausgehen können." Ging es glücklicherweise nicht.

Nach der Pause war das Team von Trainer Hannes Drews deutlich besser im Spiel, ließ defensiv kaum noch etwas zu. "Ich glaube, wir haben das in der zweiten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht", sagte Tiffert. Aber man merke dann auch, dass die Körner fehlen, um den einen oder anderen Konter auszuspielen. Weiterer Kritikpunkt: "Wir sind wieder sehr oft über außen durchgekommen. Da fehlen dann die Präsenz in der Box oder der letzte Ball." Hinten raus muss man eben auch etwas Glück haben, findet der Routinier und beschreibt seine Gefühlswelt nach dem Abpfiff so: "Ich bin halb zufrieden."

Nun haben die Veilchen eine lange Woche vor sich. Erst am nächsten Montag geht es weiter. In einem Kellerduell treffen die Drews-Schützlinge im Erzgebirgsstadion auf die SpVgg Greuther Fürth. Für die Veilchen ist es das erste und einzige Montagsspiel in dieser Saison.

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