Johanngeorgenstädterin trifft in der Fremde eine Menge Bekannte

Zwei Wochen lang hat Sophia Meyer zum erweiterten deutschen Olympiateam gehört. Aus Pyeongchang mitgebracht hat die 18-Jährige viele tolle Erinnerungen und einige Andenken.

Johanngeorgenstadt.

Dass es ausgerechnet die Begegnung mit einem "Opi" ist, die sich am tiefsten in Sophia Meyers Gedächtnis eingebrannt hat, ist angesichts der Vielfalt an Eindrücken doch ein wenig überraschend. Immerhin war die 18-Jährige zwei Wochen lang mit einer Gruppe junger Leute, die zur erweiterten deutschen Olympiamannschaft gehörten, bei den Winterspielen in Südkorea unterwegs. Doch der "Opi" war eben nicht irgendein "Opi", sondern der Großvater von Johannes Klaebo. Der Norweger wiederum ist Sophias großes Idol, schließlich war sie selbst Skilangläuferin, wenngleich sie mittlerweile ihre leistungssportliche Karriere an den Nagel gehängt hat.

"Der Opi stand direkt vor uns an der Tribüne", berichtet die Johanngeorgenstädterin. "Ich habe ihn sofort erkannt, denn ich bin wirklich großer Fan von Johannes Klaebo, und da weiß man einfach, dass sein Großvater eine ganz wichtige Rolle für ihn spielt." Er hat seinen Enkel zum Skilanglauf gebracht und trainiert ihn bis heute. "Den Opa zu treffen, war für mich das absolute Highlight. Wir haben auch Fotos gemacht, und er schien glücklich, dass wir ihn sofort erkannt haben." Diese Begegnung tröstete Sophia Meyer sogar ein bisschen darüber hinweg, dass sie Johannes Klaebo in Pyeongchang nicht begegnete.

Dafür traf sie Rodlerin Natalie Geisenberger, Skispringer Andreas Wellinger und ihren Vereinskollegen vom WSV Johanngeorgenstadt, den Kombinierer Björn Kircheisen. "Dass er nicht starten durfte, war wirklich traurig. Ich hätte ihm das so sehr gegönnt", sagt Meyer. Unvergessen bleibt auch der Empfang von Olympiasieger Eric Frenzel im Deutschen Haus. "Er war außer sich vor Freude. Wir haben uns im Spalier aufgestellt, eine La Ola für ihn gemacht." Im Deutschen Haus sah die junge Frau die Medaillen aus der Nähe. "Sie wirken sehr wuchtig, sehr schwer und sind sehr edel."

Die Südkoreaner beschreibt die Erzgebirgerin, die in Oberwiesenthal ihr Abitur ablegt, als extrem gastfreundlich. Immer wieder sei sie auf Deutsch begrüßt worden. "Eine Nacht war ich in einer Gastfamilie untergebracht. Weil die Gasteltern gehört haben, dass wir immer Kartoffeln essen, haben sie mir sogar zum Frühstück welche gekocht." Schade fand Meyer, dass doch einige Zuschauerplätze leer blieben. Gerade am Skilanglauf und am Biathlon sei das Interesse eher gering gewesen. "Dabei waren die Karten mit 15 Euro sehr, sehr günstig." Skispringen hingegen sei beliebt, und auf Short Track fahren die Südkoreaner total ab. "Das ist dann noch einmal eine Welt für sich."

Abseits des Rummels lernte sie mit ihrer Delegation Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und seine Frau kennen. "Das war mal ein Termin ganz ohne Presse. Das hat es sehr einfach für uns gemacht. Er war freundlich, zeigte sich an unserem Jugendlager sehr interessiert. Ich fand ihn sogar richtig sympathisch" Obwohl es die Reise nicht zum Nulltarif gab, habe sie das Ganze nicht bereut. "Es war jeden Cent wert. Die Erinnerungen kann mir keiner nehmen." Zudem ist da ein Erinnerungsrucksack mit vie-len gesammelten Pins, Maskottchen und Schlüsselanhängern. In unmittelbarer Nähe des Olympic-Plaza sei auch der größte Laden gewesen. "Es gab so unglaublich viel Merchandising-Artikel - das war irre."

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