Krönender Abschluss bleibt aus

Die Zwönitzer Handball- damen verpassen im Endspiel des Bezirkspokals den Nachschlag zu ihrer Aufstiegssaison. Der 17:22-Auftritt gegen den Favoriten hat trotzdem Appetit auf mehr gemacht.

Annaberg-Buchholz.

Das Handballjahr der Damen des HSV Zwönitz endet mit einer Niederlage. Mit 17:22 hat die Mannschaft von Trainer Ralf Beckmann gestern das Finale des Bezirkspokals gegen die Mädchenspielgemeinschaft Chemnitz/ Limbach-Oberfrohna verloren. Dennoch gab es nach Abpfiff der Partie in der Annaberger Silberlandhalle kaum traurige Gesichter auf dem Spielfeld und unter den rund 100 mitgereisten Zwönitzer Fans. Schließlich hat die Mannschaft vor kurzem den Aufstieg von der Bezirksliga in die Verbandsliga geschafft.

So war auch Coach Beckmann mit der Leistung seiner Damen gegen die Chemnitzerinnen zufrieden. "Eine absolut starke Mannschaftsleistung, vor allem mental. Man muss ja sehen, dass wir gegen ein Team angetreten sind, welches viele Aktive aus der Sachsenliga in seinen Reihen hat." So hätte der Gegner die Vorrundenpartien mit 18 bis 19 Toren Vorsprung dominiert. Da seien nur 5 Tore Differenz ein toller Erfolg. Beckmann ergänzte: "Wir haben ja ein Durchschnittsalter von unter 20, und meine Spielerinnen haben heute einen ersten Eindruck davon erhalten, was in Sachen Spielgeschwindigkeit in höheren Ligen auf uns zukommt." Schell war die MSG der HSV-Startsieben mit 4:1 enteilt. Der Rückstand blieb lange Zeit unverändert, da Zwönitz seine Chancen nicht konsequent nutze. Ein Umstand, den auch Mannschaftskapitänin Stephanie Hirsch bemängelte. Sie sagte: "Natürlich bin ich erst mal etwas enttäuscht. Vor allem habe ich selber zwei, drei sichere verballert." Aber zusammen mit der tollen Saison sei das Pokalfinale vor allem für ihre jungen Mannschaftskolleginnen eine tolle Erfahrung gewesen. Hirsch: "Leider sind wir nicht zu schnellen Konter gekommen, wie wir uns das eigentlich vorgenommen hatten." Auch gehöre zu einem Finale immer etwas Kaltschnäuzigkeit.

Der Knackpunkt der Partie, da war sie sich mit ihrem Trainer einig, seien die fast zwei Minuten mit zwei Mädels weniger gewesen. Beim 13:14 und noch 20 zu spielenden Minuten musste Zwönitz mit nur vier Feldspielerinnen agieren." Wir haben da zwar nur zwei Tore gefangen, aber trotzdem kostet dieses ständige Hinterherlaufen viel Kraft", sagte Hirsch. Obwohl sie gesundheitlich angeschlagen war, ließ sie sich das Erlebnis Pokalfinale nicht nehmen. "Bei so was will man immer dabei sein", so die Zwönitzerin.

Auch ihrer Kollegin Sarah Schmiedel konnte die Niederlage die Laune nicht verderben: "Es hat großen Spaß gemacht. Heute früh war ich noch entspannt, aber als ich die Halle betreten habe, kam schon die Nervosität." Im Spiel sei sie etwas unzufrieden gewesen, da der HSV bei Angriffen nicht heraus gelaufen sei, um die Gegnerinnen zeitig unter Druck zu setzen. Dabei wurde das in der Kabine extra zuvor besprochen. Schmiedels Fazit: "Die tolle Kulisse und die Unterstützung durch unsere Fans - das war einfach geil." Lange gefeiert konnte gestern von den Silbermedaillengewinnerinnen ohnehin nicht werden, da diese Woche für viele Spielerinnen noch die Abiturprüfungen anstehen.

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