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Max Fiedler vom SV Blau-Weiß Crottendorf schnappte sich bei den Erzgebirgsspielen im Tischtennis zweimal Gold.

Foto: Thomas Fritzsch

Motivation lässt trotz dunkler Wolken nicht nach

Trotz einiger Gewitter sind die ersten Wettbewerbe der Erzgebirgsspiele fast reibungslos über die Bühne gegangen. In Thum war am meisten los.

Von Andreas Bauer
erschienen am 13.06.2018

Thum. Kurz vor Schuljahresende sind alle gespannt, was für Noten auf ihren Zeugnissen stehen werden. Genauso fiebern aber auch viele einer letzten sportlichen Herausforderung entgegen, denn in dieser Zeit stehen immer die Erzgebirgsspiele in den Sommersportarten auf dem Programm. Die "Olympischen Spiele auf Kreisebene" sind im Erzgebirge etwa zur Hälfte vorüber.

Leichtathletik: Mit mehr als 250 Teilnehmern herrschte im Thumer Stadion die größte Konkurrenz. "Erfreulich war die Beteiligung der Eliteschule des Wintersports aus Oberwiesenthal. Ihre Vertreter haben in vielen Disziplinen zu einem hohen Niveau beigetragen", berichtet Trainer Rolf Kohlmann vom gastgebenden LV 90 Erzgebirge. Seine Schützlinge sowie die Vereine aus Gornsdorf und Großolbersdorf konnten im Laufe des Wettkampfes die meisten Medaillen auf ihr Konto bringen. "Vor allem im Wurf- und Sprintbereich gab es starke Ergebnisse", so Kohlmann. Die beste Leistung war allerdings im Dreisprung zu verzeichnen, wo sich W-15-Siegerin Nela Herzog (LV 90) mit 11,64 Metern als Mitfavoritin für die Deutsche Meisterschaft ins Spiel brachte. Auch die zumeist vorüberziehenden dunklen Wolken am Himmel und das Donnern im Hintergrund brachten sie nicht aus dem Konzept.

Tischtennis: Von der Witterung unabhängig waren die vielen Tischtennis-Talente, die in Annaberg ihr Können zeigten. Nach zwei Tagen mit unzähligen Partien stand der TSV 1864 Schlettau als Sieger in der Vereinswertung fest. Dahinter folgten der TSV Gornsdorf (2.) und die SG Sorgau (3.). Aus dem oberen Erzgebirge schafften es Max Fiedler aus Crottendorf, Lena Klotz aus Mildenau, Emily Weiß aus Tannenberg, Jolien Heitzig aus Schlettau sowie das Doppel Kevin Landrock und Pascal Lang aufs oberste Podest.

Kanuslalom: Wie bei Olympia rücken bei den Erzgebirgsspielen kurzzeitig Wettbewerbe ins Rampenlicht, die sonst nur als Randsportart gelten. Auf die Basketballer traf dies nicht zu, da sich für ihre in Eibenstock geplante Endrunde nicht genügend Teilnehmer meldeten. Dafür konnten die Kanuten des KSV "Falke" Zschopau endlich einmal in heimischen Gefilden auf sich aufmerksam machen. "Da wir der einzige Kanuverein im Erzgebirge sind, richten wir stets einen offenen Wettkampf aus", erklärt Trainer Mike Dost, der zugleich Vereinsvorsitzender ist. Und Gäste wie die der traditionsreichen Vereine aus Leipzig, Meißen oder Frankenberg kommen gern. "Weil es bei unserem Bootshausfest immer Wildschwein am Spieß und Live-Musik gibt", sagt Dost schmunzelnd. Seine Schützlinge hatten allerdings keine Geschenke zu verteilen. So ließ Tim Hallbauer in der am stärksten besetzten Altersklasse der Schüler B alle sieben anderen Starter hinter sich.

Ausblick: Auf schönes Wetter hoffen die Veranstalter, die in den kommenden Tagen Wettbewerbe austragen. Weiter geht es heute mit Volleyball in Annaberg und morgen mit Orientierungslauf in Gelenau. Viele Teilnehmer sind auch am Wochenende zu erwarten, wenn in Lengefeld die Sieger an den Schachbrettern, in Marienberg die im Schwimmen und in Annaberg die im Turnen ermittelt werden. (mit mas)

 
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