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Wegen einer Zerrung wurde der Marienberger Julian Schröter (rechts), hier zu sehen bei einem Freistoß, gestern in der Halbzeit ausgewechselt.

Foto: Jan Görner

Saisonfinale gibt kaum Anlass zum Jubeln

Zwei Niederlagen und ein Remis - so lautet die magere Bilanz der drei Lokalvertreter am letzten Spieltag der Fußball-Landesklasse West. Obwohl zwei Teams einen Platz einbüßten, überwiegt bei den Trainern der Stolz auf die gesamte Saison.

Von Andreas Bauer
erschienen am 19.06.2017

Marienberg. Als einzige Mannschaft der Region haben die Olbernhauer Fußballer am gestrigen letzten Saisonspieltag der Landesklasse West einen Punkt geholt. Wie Marienberg (5.) rutschte auch die SVO (6.) in der Tabelle noch etwas ab. Gelenau blieb zwar auf Rang 12, ärgerte sich aber wie die beiden anderen Teams über verpasste Chancen.

FSV Motor Marienberg gegen SV Merkur Oelsnitz 1:2 (0:0). "Wir sind in der ersten Halbzeit klar besser, schlagen aber kein Kapital daraus", hadert Motor-Coach Patrick Schmidt. Seine Schützlinge ließen vor der Pause den Ball gut laufen, "oft fehlte jedoch das letzte Quäntchen". Eine Zwei-Tore-Führung war laut Schmidt möglich. "Aber wie das so ist: Ein Zweikampf geht verloren, dann der nächste - und plötzlich kippt das Spiel", sagt er über die zweite Halbzeit. Die oft mit langen Flugbällen agierenden Gäste nutzten einen Marienberger Ballverlust im Spielaufbau zur Führung und legten später per Seitfallzieher nach. Danach hatten die Gastgeber wieder gute Chancen - selbst nach dem Anschlusstor in der Nachspielzeit stand noch einmal der Pfosten im Weg. "Trotzdem lassen wir uns nicht die beste Saison aller Zeiten kaputtreden", betont Schmidt.

Marienberg: Schleinitz; Neubert (63. Hofmann), Bauer, Richter, Schröter (46. Neubauer), Günther, Werner, Gottschalk, Fischer (80. Wächtler), Wagner, Hamann; SR: Brauer (Possendorf); Z: 92; T: 0:1 R. Hofmann (65.), 0:2 Penzel (77.), 1:2 P. Hofmann (90.).

FC Stollberg gegen SV Olbernhau 0:0. Obwohl die Gäste die letzte Viertelstunde aufgrund einer Gelb-roten Karte für den meckernden Flade in Unterzahl agierten, trauerte ihr Trainer einem möglichen Sieg nach. "Wir haben zwei Punkte verloren, weil wir die klareren Chancen hatten", sagt Steve Dieske. Damit meint er vor allem die beiden Situationen, in denen Schäfer allein vor dem Stollberger Tor auftauchte. Beide Male scheiterte er allerdings am Keeper. Auch ein Schuss von Kaprolat sowie ein Freistoß von Sensfuß fanden nicht ihr Ziel. Auf der Gegenseite strahlten die Schützlinge vom ehemaligen SVO-Trainer Mirko Ullmann nur bei Standardsituationen Torgefahr aus. Nach dem Seitenwechsel ließen die Abwehrreihen, die beide zu den besten der Liga gehören, kaum noch Chancen zu. Dafür herrschte auf der Tribüne prickelnde Atmosphäre. Nicht zuletzt dank der fast 200 Olbernhauer Fans hielt sich bei Dieske die Trauer in Grenzen: "Aufgrund der tollen Stimmung war es trotzdem der krönende Abschluss einer guten Saison."

Olbernhau: Kaden (48. Wilde); Lippmann, Pasc. Spartmann, Flade, Schuster, Kaprolat (85. Göhler), Winzer (78. Meyer), Sensfuß, Fiebig, Patr. Spartmann, Schäfer; SR: Jautze (Dobritz); Z: 315; Gelb-rot: Flade (Olb./75.).

TSV Ifa Chemnitz gegen BSV Gelenau 3:1 (1:0). "Ein Glück, dass nun Feierabend ist", sagt Kay Morgenstern nach der fünften Niederlage in Folge. Allerdings sah der BSV-Coach das 1:3 gar nicht als so schlimm an: "Angesichts unserer dramatischen Personalsituation hat sich die Mannschaft ordentlich geschlagen." Trotzdem haderte er mit den Unparteiischen und der Aufwand-Nutzen-Quote. "Ifa macht mit zwei Angriffen zwei Tore, wir vergeben mehrere Chancen", so Morgenstern. Hinzu kam, dass die Entscheidungen einseitig fielen. "Bei uns wurde eine Großchance von Hartwig zurückgepfiffen wegen Abseits, das keins war, bei Ifa das Abseits vor dem 2:1 leider nicht", nannte er zwei Beispiele. Lars Kolditz, der kurz nach der Pause das 1:1 markiert hatte, vergab später genau wie Kopitzke den erneuten Ausgleich. Stattdessen traf Chemnitz erneut. (mit mas/grb)

Gelenau: Voigt; Hopp (85. F. Morgenstern), Messig, Walczak, Zaffrahn, Hartwig, Szauties (82. Schaarschmidt), Ney, L. Kolditz, Singer, Kopitzke; SR: Görke (Naunhof); Z: 75; Tore: 1:0/2:1/3:1 Klein-Heinzmann (13./67./89.), 1:1 L. Kolditz (48.).

 
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