Zum Jahresabschluss geht der Blick auch schon nach vorn

Mehr als 70 Fahrer werden morgen im Venusberger Steinbruch erwartet. Beim Silvester-Enduro steht aber statt des sportlichen Aspekts die Gemütlichkeit im Vordergrund. Der WM-Lauf nächstes Jahr dürfte ein Thema sein.

Venusberg.

Von der Temperatur her könnte das Wetter kaum besser sein. "Es werden bestimmt wieder 70, 80 Fahrer zusammenkommen", sagt Peter Thiele mit Blick auf das morgige Silvester-Enduro des MC Mittleres Erzgebirge. Und doch runzelt der Mitorganisator angesichts des Regens der vergangenen Tage leicht die Stirn: "Hinten im Steinbruch herrscht an einigen Stellen Land unter." Der Großteil der 9 Uhr beginnenden Gaudi-Veranstaltung werde sich daher wohl auf der Wiese vor der Venusberger Motocrossstrecke abspielen. "Aber wer will, kann alles nutzen", sagt Thiele und fügt an: "Die ganz Harten zieht es bestimmt hinter."

Bedenken, es könnte etwas passieren, gibt es keine. Schließlich geht es beim Silvester-Enduro nicht um Bestzeiten, sondern allein um den Spaß. Noch deutlicher wird das bei den "Benzingesprächen". Sind ein paar Runden gedreht, beginnt bei Glühwein und Bratwurst der gemütliche Teil, der für die meisten der eigentliche Grund des Kommens ist. "Da wird schon die eine oder andere Geschichte aus dem zu Ende gehenden Jahr noch einmal aufgewärmt", sagt Thiele. Um was es sich bei der 19. Auflage der Veranstaltung drehen wird, lässt sich im Vorfeld nicht sagen. Schließlich schreiben jede Saison und jeder Fahrer eigene Geschichten. Bei Thieles persönlichem Rückblick aufs Enduro-Jahr 2016 spielt auf jeden Fall der sogenannte Weber-Hang eine große Rolle. Der spektakuläre Streckenabschnitt zwischen Herold und dem Venusberger Steinbruch wurde bei "Rund um Zschopau" erstmals zur Sonderprüfung - in Thieles Augen eine sinnvolle Entscheidung. "Wir hatten deutlich weniger Stress", erklärt das Vorstandsmitglied des MC MEK: "Weil die Fahrer mit jeweils 15 Sekunden Abstand gestartet sind, gab es keine gegenseitigen Behinderungen." Zwar erlebte das Publikum dadurch weniger Gruppenbildungen, doch waren die Soloritte der Spitzenfahrer umso mehr eine Augenweide. "Und nächstes Mal wird es bestimmt noch besser", sagt Thiele in Anspielung auf "Rund um Zschopau" 2017. Wie seine Vereinskollegen freut er sich schon auf das Weltmeisterschaftsfinale im Erzgebirge, das morgen mit Sicherheit ein Thema am Steinbruch sein wird.

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