Neu-Bremer Wagner freut sich für seinen Kumpel Barylla

Zu Jahresbeginn hat er sich Werders U 23 angeschlossen. Ausgerechnet im Spiel gegen seinen Ex-Verein ist er gesperrt gewesen.

Zwickau.

Seitdem bekanntgegeben wurde, dass sich die Wege des FSV Zwickau und von Trainer Torsten Ziegner am Saisonende trennen, wurden zwei Spiele absolviert. Dem 1:0-Heimsieg gegen den FC Hansa Rostock folgte das 0:0 in Bremen. Die vier Punkte sind für Anthony Barylla die Bestätigung, dass alle weiter zusammen an einem Strang ziehen: "Das sieht man jeden Tag im Training und in den Spielen. Wir werden bis zum Schluss alles geben, um erfolgreich zu sein und einen guten Abschluss zu haben."

Barylla hat einen großen Sprung gemacht und ist eine feste Größe auf der rechten Abwehrseite geworden. Fridolin Wagner, der zu Jahresbeginn in die U 23 des Bundesligisten SV Werder Bremen gewechselt ist, freut die Entwicklung seines langjährigen Weggefährten. Barylla und Wagner durchliefen sechs Jahre lang zusammen die Talenteschmiede von RB Leipzig, im vorigen Sommer wechselten sie gemeinsam nach Zwickau. "Die gemeinsamen Jahre haben uns zusammengeschweißt. Wir sind gute Freunde", sagt Wagner. Der Weggang vom FSV sei ihm nicht leicht gefallen, weil er in Zwickau eine schöne Zeit in einer intakten Mannschaft hatte. Er selbst wollte aber mehr Einsatzzeiten haben, nennt der Neu-Bremer den Grund für seine Entscheidung. "Bei Werder spiele ich immer. Das kann nur gut für meine Entwicklung sein, und dann hoffe ich, dass ich auch mal Luft beim Training der Profis schnuppern darf." Pech für den Blondschopf, dass er beim Duell gegen seinen Ex-Verein gesperrt war, zumal Bundesliga-Trainer Florian Kohfeldt und Werder-Sportdirektor Frank Baumann aufmerksame Beobachter der Drittliga-Partie waren. "So laufen manchmal die Regularien im Fußball. Sieben Gelbe Karten habe ich mir in Zwickauer Diensten geholt und nur drei in Bremen, ausgerechnet gegen den FSV war ich nicht spielberechtigt", ärgerte sich Wagner, der es sich nicht nehmen ließ, vor dem Spiel die Hände seiner ehemaligen Mitspieler zu schütteln.

Der 20-Jährige hat sich inzwischen gut in der Weserstadt eingelebt. Um noch selbständiger zu werden, sei die räumliche Entfernung zu seinem Elternhaus in Leipzig gar nicht so schlecht, meint Wagner, behält aber den Zwickauer Weg ganz interessiert im Auge. "Der ,Brille' wird mit dem FSV den Klassenerhalt schaffen. Für uns wird es nach dem 0:0 gegen den FSV richtig schwer, noch ans rettende Ufer zu kommen. Solange eine Chance besteht, werden wir nicht aufgeben", so Wagner.

Anthony Barylla warnt aber, angesichts von zwölf Punkten Vorsprung zum ersten Abstiegsplatz in Selbstzufriedenheit zu verfallen: "Wir haben jetzt ein Polster geschaffen, dürfen aber nicht nachlassen, denn im Fußball passieren manchmal überraschende Dinge."

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...