Trainer bleibt weiter an Bord

Bei den Handballern vom HC Glauchau/Meerane ist eine wichtige Personalentscheidung gefallen: Felix Kempe wird das Team auch in der Sachsenliga weiter betreuen.

Glauchau/Meerane.

Trotz des Abstiegs aus der mitteldeutschen Oberliga: Felix Kempe soll als Trainer des HC Glauchau/Meerane, der künftig in der Sachsenliga spielt, weitermachen. Darauf haben sich der HC-Vorstand und der 28-jährige Übungsleiter verständigt. "Es wäre eine blöde Situation, nach dem Abstieg einfach die Sachen zu packen", sagt Felix Kempe, der sich kurz nach Pfingsten mit den Verantwortlichen und den Spielern zusammensetzen will. Dann sollen weitere personelle Entscheidungen mit Blick auf die Saison 2018/19 getroffen werden. Bisher stehen mit Rostislav Bruna (zurück nach Tschechien) und Oliver Pflug (Karriereende) zwei Abgänge definitiv fest.

Im Sommer des vergangenen Jahres musste Felix Kempe nach einem schweren Motorradunfall seine sportliche Laufbahn beenden. In der Hinrunde verfolgte der ehemalige Rückraumspieler einen großen Teil der (erfolglosen) Auftritte seiner ehemaligen Teamkollegen als Zuschauer. Kurz vor dem Jahreswechsel zog der Vorstand die Notbremse. Trainer Robert Flämmich musste nach einer mageren Ausbeute von 4:20 Punkten seinen Stuhl räumen. Felix Kempe übernahm als Trainer-Neuling die Verantwortung. Unter seiner Regie wurden insgesamt 15:13 Zähler geholt. Die Westsachsen retteten sich dadurch in die Relegationsspiele gegen den punktgleichen HC Einheit Plauen. Dort wurde der Klassenerhalt allerdings verspielt. "Mit der Leistung, die wir in der zweiten Hälfte in Plauen gezeigt haben, hatten wir es auch nicht verdient, in der Oberliga zu bleiben. Sechs Tore in 30 Minuten sind zu wenig", sagt Kempe. Wie ging es seinen Akteuren nach der Schlusssirene in der Kabine? Kempe: "Die Jungs waren am Boden zerstört."

Die Entscheidung, auch weiter auf den jungen Trainer zu setzen, ist intern schon vor den beiden Relegationsspielen gefallen. "Wir haben in der Rückrunde über weite Strecken hervorragend gespielt", sagt Vereinschef Jens Rülke, der zuletzt als Co-Trainer ebenfalls auf der Bank saß, mit Blick auf die Bilanz. "Nur der i-Punkt in Form des Klassenerhaltes hat leider gefehlt", sagt er. Für Felix Kempe waren die rund fünf Monate als Coach ein Lernprozess. Er spricht von einer lehrreichen Zeit. Kempe erklärt mit Blick auf Videoanalysen, Einzelgespräche und Pressekonferenzen: "Ich habe auch erfahren, wie viele Dinge im Hintergrund noch zur Tätigkeit eines Trainers gehören."

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