Antifa-Auktion sammelt über 6700 Euro für Chemnitzer Jugendzentrum

Mit einer "Antifaschistischen Auktion" hat das Peng-Kollektiv Geld gesammelt. Ein Stück brachte besonders viel ein.

Die Auktion zur Antifa-Ausstellung in Chemnitz ist am Samstag erfolgreich beendet worden. Insgesamt wurden bei der Versteigerung über 6700 Euro eingesammelt. Das Geld soll an das Alternative Jugendzentrum (AJZ) an der Chemnitztalstraße gehen. Versteigert wurden bei der Ebay-Auktion die Ausstellungsstücke der Antifa-Schau, die aktuell in den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen ist. Gezeigt werden dort Stücke, die die antifaschistische Arbeit in Deutschland dokumentieren sollen.

Das meiste Geld brachte ein Entwurf des Antifa-Logos ein. Allein dafür wurden über 3600 Euro geboten. Ein Antifa-Anstecker, der der Bundestagsabgeordneten Martina Renner (Die Linke) einen Ordnungsruf einbrachte, wurde für über 700 Euro verkauft. Ein anderes Ausstellungsstück - ein Kantholz - wurde für 208 Euro verkauft. Damit soll die Falschaussage eines AfD-Politikers dokumentiert werden, der nach einem Angriff auf ihn behauptete, er sei mit einem solchen Kantholz angegriffen worden.

Zuletzt musste das Peng-Kollektiv, das für die Ausstellung verantwortlich ist, dafür kämpfen, dass die Auktion überhaupt stattfinden kann. Ebay hatte die Gebote kurzerhand gelöscht. Nach Protesten wurden diese aber wieder freigeschalten - allerdings beim Stand von 0 Euro. Damit gab es am Ende nur 24 Stunden Zeit, um für die Stücke zu bieten.

Obwohl die Stücke jetzt verkauft sind, werden sie noch bis zum 25. Oktober in den Kunstsammlungen zu sehen sein. (luka)

2929 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    2
    Lesemuffel
    24.08.2020

    Vielleicht sollte das Geld an die Aktivisten in Leipzig übergeben werden, die mit Duldung der Polizei ein Haus besetzt halten. Da könnten sie etwas Miete, wie andere Menschen auch bezahlen, wobei die meisten das durch ihrer Hände Arbeit können.

  • 9
    2
    mops0106
    24.08.2020

    Ob mit oder ohne Kantholz: Es war eine heimtückische, brutale Tat. Herr Magnitz wurde von hinten überfallen, in den Rücken getreten und erheblich verletzt. Der Staatsschutz ermittelte hinsichtlich Linksextremismus. Leider konnte die Tat, wie viele, nicht aufgeklärt werden. Wie "aktiv" die Antifa gerade auch in Bremen agiert, wissen aufgeklärte Menschen.

  • 4
    14
    MuellerF
    24.08.2020

    @Herr Bremen- "meine Partei"-welche soll das sein?
    Im Übrigen habe nicht ich den Fall Magnitz hier ins Spiel gebracht. Und es gehört zum Thema, weil es einen Zusammenhang zwischen einem Exponat der Ausstellung und diesem Fall gibt.
    Ist Ihnen die Wahrheit unangenehm?

  • 19
    13
    ArndtBremen
    23.08.2020

    Herr Müller, es geht hier um eine linksradikale Organisation, welche unter anderem auch durch ihre Partei salonfähig gemacht wird. Bleiben sie beim Thema und lassen sie die Bremer AfD sein was immer sie auch sein will.

  • 9
    16
    MuellerF
    23.08.2020

    @nevidimka. Es steht in dem Wiki-Artikel unter dem Subtitel "Kontroverse um Darstellung der Bremer AfD":

    "Magnitz sagte, einer der Handwerker habe ihn auf das Kantholz und die Tritte aufmerksam gemacht. Nach Polizeiangaben sagten die beiden Handwerker hingegen aus, die Tat nicht gesehen zu haben. Sie seien etwa 10 bis 15 Sekunden nach der Tat bei dem am Boden liegenden Magnitz gewesen.[47] Einer der Handwerker, der Deutsch-Libanese Mohammed Houri, sagte aus, er habe auf Magnitz’ Wunsch ein Foto der Verletzung angefertigt.[48] Der Handwerker bestritt, dass er Magnitz auf das Kantholz hingewiesen habe. Er habe bei seinem Eintreffen keine Waffe gesehen, den Überfall nicht beobachtet und sei nur durch Magnitz’ Schreie auf ihn aufmerksam geworden, nachdem die Täter bereits geflohen waren."

  • 10
    11
    MuellerF
    23.08.2020

    @Haju: Titel der Ausstellung war ja "Antifa-Mythos & Wahrheit". Das Kantholz-Exponat dürfte dem Bereich Mythos zuzuordnen sein: 1. weil konkrete Täter & deren Tatmotiv bisher nicht ermittelt wurden, 2. weil überhaupt die Verwendung im Fall Magnitz als Tatwaffe sehr zweifelhaft ist.

  • 12
    5
    nevidimka
    23.08.2020

    @MuellerF
    Die von mir recherchierten Quellen (merkur, Wikipedia) besagen lediglich, dass das Opfer das Kantholz lediglich fälschlicherweise einem Zeugen zugeordnet hat. Können Sie bitte Ihre Quelle mit der bewussten Falschaussage nennen. Danke.

  • 12
    4
    Haju
    23.08.2020

    @Mueller
    Die Täter wurden ja nie ermittelt, so daß wir es - was die bloße Tat anbelangt - aber mit einem Bezichtigungs-Kunststück in der Ausstellung zu tun haben.

  • 7
    14
    MuellerF
    23.08.2020

    " Übergabe eines Gegenstandes nach der Tat durch den Täter an den Komplizen."

    Das kann man m.A.n. nicht so recht erkennen, OB da ein Gegenstand übergeben wurde.Wenn, dann muss der kleiner als eine Hand gewesen sein, evtl. ein Kubotan o.ä. .
    Was man jedoch eindeutig sieht, ist, dass da kein KANTHOLZ in irgendeiner Hand der Täter war.

    @nevidimka: Herr Magnitz hat schon lange öffentlich zugegeben, dass das Kantholz SEINE Erfindung war- die er zuvor jedoch einem Zeugen in den Mund legte. Natürlich ist das eine bewusste Falschaussage!

  • 18
    13
    censor
    23.08.2020

    Spendet das Geld euren Opfern.

  • 22
    12
    franzudo2013
    23.08.2020

    Jeder kann auf dem Foto sehen, um welche Kunst es hier geht. Das Design ist recht traditionell und lässt Parallelen zu einem Signet aus den 30er Jahren erkennen. Wem das gefällt, der bestätigt die Ringthese, dass sich gleich und gleich gern gesellen und am Ende die Unterschiede nur rethorischer Natur sind.

  • 23
    14
    klapa
    23.08.2020

    ‚In mehreren Bundesländern veranstalten Linksextreme Selbstverteidigungs- und Kickboxtrainings.’

    - https://www.welt.de/politik/deutschland/article214068746/Linksextremismus-Kampfsport-der-Antifa-bereitet-Verfassungsschutz-Sorge.html

    Natürlich nur als Freizeitbeschäftigung und für die eigene Fitness gedacht.

    Wie kann der Verfassungsschutz auf den Gedanken kommen, sich darum Sorgen machen zu müssen.

  • 15
    5
    Haju
    23.08.2020

    @MuellerF
    Es gibt zwei Aussagen der Zeugen: die gegenber der Polizei und die, welche Magnitz angeblich gehört haben will. Ich selbst erkenne in dem Video die Übergabe eines Gegenstandes nach der Tat durch den Täter an den Komplizen. Die Zeugen sagten, sie hätten Magnitz das Leben gerettet - sicher durch ihre bloße Nähe zum Tatort.
    Aber darum geht es gar nicht, sondern um die fortwährende Häme angesichts eines Gewaltverbrechens.

  • 8
    6
    vonVorn
    23.08.2020

    @Haju, in Hamburg war nicht die AfD dabei.

  • 9
    16
    Interessierte
    23.08.2020

    Geld fürs Jugendzentrum ist doch schön , wenn es ´die Stadt` schon nicht schafft , und da unten sieht es sowieso aus , das ist dort wohl dringend nötig , egal von wem es kommt , auch , wenn es von der AfD käme ...

  • 16
    18
    mops0106
    23.08.2020

    "Das meiste Geld brachte ein Entwurf des Antifa-Logos ein."

    Vielleicht hat ja Frau Esken was als Wanddeko gebraucht?

  • 13
    8
    nevidimka
    23.08.2020

    @MüllerF
    Was soll an einem Konjunktiv nicht stimmen? Es ist die Aussage des Opfers. Auch wenn sie falsch sein sollte, ist es noch lange keine Falschaussage.

    Die Art der Thematisierung des Kantholzes hat nur einen Zweck: Täter-Opfer-Umkehr. Auch AfD-Mitglieder sind Menschen und man hat sie nicht tätlich anzugreifen.

  • 7
    18
    Haju
    23.08.2020

    @Gebirger
    Sie denken womöglich an die Versteigerung abgefackelter Autowracks (die man vorher auch im Schloßteich versenken könnte)? Sie sind ja ein richtiger Künstler!

  • 24
    17
    WolfgangPetry
    23.08.2020

    Es muss auf Euch wie eine traumatisierende Vertreibungserfahrung aus der sicher geglaubten Heimat wirken, wenn der sächsische Konsens aus rassistischem Normalzustand und einer Stadtverwaltung die wegschaut plötzlich Risse bekommt. Aber alle Dinge ändern sich nun mal. Der NSU versteckt sich nicht mehr im Heckert Gebiet, der „Nazikiez“ auf dem Sonnenberg wurde rechtzeitig zerschlagen und Haller ist auch schon gestorben.

  • 14
    18
    MuellerF
    23.08.2020

    " Dass es ein Kantholz gewesen sein soll, hätte ihm ein angeblicher Zeuge gesagt. "

    Stimmt nicht! Die anwesenden Zeugen sagten explizit aus, sie hätten KEIN Kantholz gesehen- kann man alles nachlesen!

  • 16
    12
    Haju
    23.08.2020

    Und wo sind jetzt die 1000 Euro für die 75-Jährige Irmela Mensah-Schramm geblieben (FP vom 17.08.) die "Hakenkreuze im öffentlichen Raum übersprüht und nun für 1000 Euro vom Peng-Projektgeld wieder Spraydosen und Fahrkarten für ihren friedlichen Feldzug gegen Nazi-Schmierereien kaufen kann"?
    Übrigens: bei verfassungsfeindlichen Symbolen sollte zuallererst der Staatsschutz auch zwecks Spurensicherung informiert werden, der sich sicherlich DANACH um die Beseitigung kümmert.

  • 19
    11
    nevidimka
    22.08.2020

    Schön, dass FP den Text bzgl. des Kantholz überarbeitet hat. Aber auch der Begriff "Falschaussage" trifft es nicht. Magnitz, das Opfer der politisch motivierten Gewalttat, hatte eingeräumt, sich an nichts erinnern zu können. Dass es ein Kantholz gewesen sein soll, hätte ihm ein angeblicher Zeuge gesagt. Angesichts des Tatverlaufs und der Verwundungen könnte man dem Zeugen aber auch keine Falschaussage vorwerfen, sondern lediglich, dass er sich geirrt hat.

  • 34
    23
    Gebirger
    22.08.2020

    Als neutraler Betrachter stellt sich mir folgende Frage:
    Würde die Freie Presse auch davon berichten, wenn beispielsweise durch die Versteigerung eines Artikels einer AFD- sympathiesierenden Gruppe als Spende gegen die Bekämpfung der Altersarmut für Bewohner eines Pflegeheimes zur Verfügung gestellt worden wäre?

  • 30
    25
    franzudo2013
    22.08.2020

    In unseren Kunstsammlungen hat diese Propaganda nichts verloren. Das haette es mit Frau Moessinger nie gegeben. Herr Bußmann ist seiner Aufgabe nicht gewachsen.

  • 24
    29
    Kaßberger85
    22.08.2020

    ArndtBremen ich finde es falsch über Dinge zu urteilen, zu denen man sich selber gar kein Urteil bilden will, sondern nur per Vermutung "diskutiert". Hättest du dir die Ausstellung nämlich angesehen, noch besteht übrigens die Chance, dann wüsstest du, dass bei keinem der Exponate irgendein Extremismus verherrlicht wird. Antifaschismus ist nämlich nicht radikal, sondern immens wichtig für die Verteidigung unserer Demokratie und unseres antifaschistischem Grundgesetz.

  • 41
    44
    ths1
    22.08.2020

    Vor solch einem Hintergrund darf Chemnitz niemals Kulturhauptstadt werden.

  • 43
    34
    ArndtBremen
    22.08.2020

    @Kaßberger: Ich schaue mir keinerlei Verherrlichungen von Radikalen an. Weder von links noch von rechts.

  • 39
    44
    Kaßberger85
    22.08.2020

    ArndtBremen ich nehme an du hast dir die Ausstellung nicht angesehen und dich mit den Exponaten und deren Geschichte auseinandergesetzt?

  • 50
    48
    ArndtBremen
    22.08.2020

    Eine Schande für Chemnitz. Totalversagen der Politik und des Museumsdirektors. Aber was will man aus dem noch Roten Rathaus auch erwarten.