Regionale Nachrichten und News mit der Pressekarte
Sie haben kein
gültiges Abo.
Regionale Nachrichten und News
Schließen

Chemnitzer City-Bahn: Gewerkschaft kündigt Streik noch in dieser Woche an

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zuletzt einige Tarifabschlüsse mit Eisenbahnunternehmen verkündet. Die Verhandlungen mit der City-Bahn in Chemnitz scheinen ins Stocken geraten zu sein. Jetzt soll erneut gestreikt werden – und nicht nur für einen Tag.

Chemnitz.

Es wird wieder gestreikt. Dieses Mal ist die City-Bahn Chemnitz betroffen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat am Montagabend in einer Pressemitteilung darüber informiert, dass das Unternehmen noch in dieser Woche erneut bestreikt werden soll. Grund: „Nachdem bereits mehr als 45 Eisenbahnunternehmen neue Tarifverträge mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) abgeschlossen und damit auch die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche vereinbart haben, weigert sich die City-Bahn Chemnitz GmbH (CBC) als einziges Unternehmen, dieses neue Marktniveau zu akzeptieren“, heißt es in der Mitteilung.

Somit ruft die GDL von Mittwoch (8. Mai), 3 Uhr bis Freitag (10. Mai), 12 Uhr, zum Streik auf. Zeitgleich kündigt die Gewerkschaft an, die Ankündigungsfristen in Zukunft verkürzen zu wollen und Streiks nicht mehr als 24 Stunden vor Beginn anzukündigen.

Seit November 2023 kommt es im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen, die unter anderem eine Absenkung der Wochenarbeitszeit beinhalten, immer wieder zu Streiks bei der City-Bahn.

In einer am Montagabend versendeten Erklärung bezeichnete CBC-Geschäftsführer Friedbert Straube die Forderungen der GDL nach einer 35-Stunden-Woche als nicht finanzierbar: „Ich habe noch keinen gefunden, der uns die zwei Millionen Euro zusätzlich dafür bezahlt – pro Jahr. Wir können auch keine Fahrten streichen oder mit einem Triebfahrzeugführer zwei Züge fahren lassen“, so Straube. Als kommunales Unternehmen könne die City-Bahn nur das ausgeben, was zufließt. Arbeitszeitabsenkungen und weiter steigende Löhne seien daher nicht drin. Rückwirkend ab März kündigte Straube Lohnerhöhungen um 10 bis 14 Prozent an. Der GDL sei dies jedoch nicht genug, weshalb der erneute Streik angekündigt wurde. Bis Dienstagmittag werde die City-Bahn auf ihrer Internetseite darüber informieren, welche Bahnverbindungen trotz Streik gefahren werden und wo Ersatzbusse verkehren. (aed/mit tka)

Icon zum AppStore
Sie lesen gerade auf die zweitbeste Art!
  • Mehr Lesekomfort auch für unterwegs
  • E-Paper und News in einer App
  • Push-Nachrichten über den Tag hinweg
  • Sie brauchen Hilfe? Hier klicken
Nein Danke. Weiter in dieser Ansicht.

Das könnte Sie auch interessieren