Blick in den Computerraum des Chemnitzer ASB-Wohnzentrums. Unter Anleitung lernen die hier lebenden Menschen (vorn rechts im Bild: Theresa Kolomaznik), mit PCs zu arbeiten.
Blick in den Computerraum des Chemnitzer ASB-Wohnzentrums. Unter Anleitung lernen die hier lebenden Menschen (vorn rechts im Bild: Theresa Kolomaznik), mit PCs zu arbeiten. Bild: Andreas Seidel
Chemnitz
Chemnitzer Verein gewinnt Sächsischen Inklusionspreis

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Der Arbeitersamariterbund hat in seinem Wohnzentrum für Menschen mit Behinderung die Welt per Computer ein Stück barriereärmer gemacht. Auch die Arbeitsagentur findet das interessant und wichtig.

Der Ortsverband Chemnitz und Umgebung des Arbeitersamariterbundes (ASB) ist am heutigen Freitag bei einer Festveranstaltung im Plenarsaal des Landtages mit dem Sächsischen Inklusionspreis 2022 ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 1500 Euro dotiert. Gewürdigt wurde der Chemnitzer ASB für die in seinem Wohnzentrum in Chemnitz geschaffenen digitalen Arbeitsplätze, in denen diese Menschen ihre Kompetenzen und ihre Leistungsfähigkeit im digitalen Raum einsetzen und weiterentwickeln. ,"In der analogen Welt wären die Hürden unüberwindbar, doch dank digitaler Werkzeuge öffnen sich Türen in die Arbeitswelt für Menschen mit schwersten Behinderungen", erläuterte Staatssekretär Prof. Thomas Popp.

Auch die Arbeitsagentur Chemnitz macht auf das Potenzial von Menschen mit Handicap aufmerksam. "Obwohl das Qualifikationsniveau schwerbehinderter Arbeitsloser hoch ist, wissen wir, dass ihr Weg aus der Arbeitslosigkeit heraus schwieriger ist", sagte die Chefin der Arbeitsagentur Chemnitz Angelika Hugel anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember. Mehr als 60 Prozent der gemeldeten Schwerbehinderten haben laut Hugel eine Ausbildung abgeschlossen. Trotz dessen seien die meisten bereits länger als ein Jahr arbeitslos. Von den aktuell insgesamt 9211 arbeitslosen Menschen seien 726 schwerbehindert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 65 Personen bzw. 9,8 Prozent mehr.

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