Gedenken an Anschlag von Hanau in Chemnitz

Hier können Sie sich den Artikel vorlesen lassen:

Ein Jahr nach den rassistisch motivierten Morden in Hanau wird in vielen Orten Deutschlands den Opfern gedacht. So auch in Chemnitz.

Im Chemnitzer Stadtgebiet sind an prominenten Orten, etwa dem Brühl und dem Viadukt an der Annaberger Straße, Plakate und Transparente aufgetaucht, die an den Anschlag von Hanau vor einem Jahr erinnern. Am 19. Februar 2020 tötete ein 43-Jähriger aus mutmaßlich fremdenfeindlichen Motiven zehn Menschen, neun von ihnen hatten einen Migrationshintergrund. Die Plakate erinnern an die Tat, zeigen Bilder der Opfer und nennen deren Namen. Auch Straßennamen wurden von Unbekannten überklebt. Zwei Straßenschilder wurden überklebt und mit den Namen zweier Opfer des Attentats, Vili Viorel Păun und Mercedes Kierpacz, versehen. "Eine unverkennbare Erinnerungskultur ist für die gesellschaftliche Aufarbeitung unverzichtbar. Das fordern auch die Überlebenden und Angehörigen", begründen die Initiatoren ihre Aktion.

Um 16 Uhr soll es zudem am Chemnitzer Neumarkt eine Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des Attentats geben, zu dem "Aufstehen gegen Rassismus" aufruft. (saho)

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44 Kommentare
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  • 6
    1
    Hinterfragt
    20.02.2021

    Nun, @paral; beim Breitscheidplatz-Attentat hat ja die Kanzlerin schon mehr als ein Jahr gebraucht, um den Hinterbliebenen ihre Anteilnahme auszusprechen.

    "...In Bezug auf den Umgang mit uns Hinterbliebenen müssen wir zur Kenntnis nehmen, Frau Bundeskanzlerin, dass Sie uns auch fast ein Jahr nach dem Anschlag weder persönlich noch schriftlich kondoliert haben. Wir sind der Auffassung, dass Sie damit Ihrem Amt nicht gerecht werden. Der Anschlag galt nicht den unmittelbar betroffenen Opfern direkt, sondern der Bundesrepublik Deutschland. Es ist eine Frage des Respekts, des Anstands und eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass Sie als Regierungschefin im Namen der Bundesregierung unseren Familien gegenüber den Verlust eines Familienangehörigen durch einen terroristischen Akt anerkennen...."
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/opferangehoerige-kritisieren-merkel-attentat-am-breitscheidplatz-eine-tragische-folge-der-politischen-untaetigkeit/20663940.html

  • 8
    4
    paral
    20.02.2021

    Nochmal zum Nachdenken folgende Fragen: Warum ist bei den Opfern die Mutter des Täters nicht mit abgebildet? Weil das Zweifel an der rein einseitig motivierten Tat auslösen könnte? Warum haben die Toten vom Breitscheid keine Namen und kein Gesicht? Jedes Gewaltopfer ist eines zuviel.

  • 5
    9
    DS91
    20.02.2021

    @praral

    Es war in erster Linie eine rassistische Tat...
    und nix anderes.

  • 9
    5
    paral
    19.02.2021

    Es war ein Psychopath, ein Irrer, der als Krönung seine eigene Mutter ermordet hat. Diesen Aspekt sollte man mehr Aufmerksamkeit schenken. Wo liest man den Namen der Mutter? Was spielte der Vater für eine Rolle? Also noch viel Luft nach oben!