Fünf Tage Fabulix im erzgebirgischen Märchenland

Mit einem großen Umzug und der Präsentation des Gewinnerfilmes ist am Sonntagnachmittag das 2. Internationale Märchenfilmfestival Fabulix in Annaberg-Buchholz zu Ende gegangen. Fünf Tage mit einem ganz besonderen Zauber

Annaberg-Buchholz.

"Ein Märchen ist wahr geworden", zog am Sonntagnachmittag Annaberg-Buchholz' Oberbürgermeister Rolf Schmidt (Freie Wähler) Bilanz nach fünf Tage Internationalem Märchenfilmfestival Fabulix in Annaberg-Buchholz. "Zum zweiten Mal hat unser Internationales Märchenfilm-Festival Zehntausende Besucher in seinen Bann gezogen. Wir alle haben ganz Außergewöhnliches erlebt", resümierte er, nachdem fünf Tage lang ein buntes Programm mit fast 230 einzelnen Veranstaltungen Groß und Klein verzaubert hatte.

Als Festivaldirektor Filip Albrecht und Rolf Schmidt mit ihrer Idee des Internationalen Märchenfilmfestivals schwanger gingen, ahnte wohl keiner, welch durchschlagenden Erfolg dieses Experiment haben sollte. Und nach der gelungenen Premiere vor zwei Jahren nun auch die zweite Auflage begeistert - Gäste genauso wie Einheimische. Und da macht auch die reichlich vertretene Prominenz keine Ausnahme. So zeigte sich der Schauspieler Jaecki Schwarz, der für sein Lebenswerk geehrt wurde, begeistert davon "was Ihr hier auf die Beine gestellt habt". Auch die diesjährige Ehrenpräsidenten Karin Ugowski sparte ebenso wenig mit Anerkennung wie vor zwei Jahren Christel Bodenstein, die seinerzeit die Erstaufführung ihres Filmes "Der kleine Prinz" miterleben durfte. Die Festivalpremiere damals hatte sie so sehr berührt und fasziniert, dass sie in diesem Jahr erneut aus Berlin anreiste.

Doch es ist nicht allein der Promi-Faktor, der das Festival zu einem einzigartigen Spektakel im Herzen des Erzgebirges macht, das sonst eher als Weihnachtsland emotional punktet. Es ist wahrhaft ein besonderer Zauber, der an diesen fünf Tagen über der Stadt liegt und vor allem in der Altstadt an fast jeder Straßenecke zu spüren ist. Ob beim Bäcker am Markt, wo märchenhafte Angebote auch schon mal von einer Königin über den Tresen gereicht werden. Oder in der kleinen Gasse in unmittelbarer Nähe der imposanten Sankt Annenkirche, an deren Ecke eine Frau an ihrem Spinnrad sitzt und die Blicke der Passanten auf sich zieht. Und auf den Altstadtterrassen in "Frau Holles Reich" sowieso, wo kleine und große Festivalgäste wie Frau Holle in ihren besten Zeiten ordentlich die Betten ausschütteln können. Und so kann es an diesen fünf zauberhaften Tagen eben auch passieren, dass einem die Motte aus "Ein Sommernachtstraum", der Zauberer aus "Räuber Hotzenplotz" und die Mondfee aus "Peterchens Mondfahrt" alle auf einmal auf dem Markt begegnen.

Natürlich sind es auch immer wieder die alten und neuen Märchenfilme, die kleine und große Festivalgäste gleichermaßen in ihren Bann ziehen. 40 Filme aus 15 Ländern gab es in diesem Jahr in mehr als 130 Vorführungen zu sehen. Darunter so legendäre wie die siebenteilige Kinderserie "Spuk untern Riesenrad", die ab Neujahr 1979 erstmals im DDR-Fernsehen lief. Doch Fabulix ist eben mehr als eine reine Filmschau. So gingen die Kinder in der Märchenfilmwerkstatt unter anderem dem Geheimnis auf den Grund, wie das seinerzeit mit dem Staubsaugerflug funktionierte. Zu ihrem Lieblingsfilm des diesjährigen Festivals aber hat das Publikum den Premierenfilm gekürt: Die ZDF-Produktion "Schneewittchen und der Zauber der Zwerge".

Bei der Eröffnung des Festivals am Mittwoch hatte Schneewittchen ihre sieben Zwerge dabei

Bewertung des Artikels: Ø 2 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...