Per Audioguide durchs Suppenmuseum

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Über mehr als 3000 Ausstellungsstücke gibt es viel zu sagen. Das Museum in Neudorf geht mit der Zeit und hat für seine Gäste in Technik investiert. Die Stimme auf den Geräten dürfte aber vor allem Einheimischen bekannt sein.

Neudorf.

Wie wurde Neudorf zum Suppendorf, wie entstand das Museum? Fragen und wie diese und noch viel mehr rund um Suppen, Töpfe, Teller und Terrinen können Besucher des Suppenmuseums in Neudorf erfahren. 2013 öffnete die Einrichtung ihre Türen. Mehr als 100.000 Interessierte waren schon da. Vor gut zwei Wochen endete auch für die Neudorfer die coronabedingte Zwangspause. Und nun kann endlich etwas zum Einsatz kommen, was eigentlich bereits im vergangenen Herbst Einzug halten sollte: Audioguides.

Die Idee, in diese Technik zu investieren, kam auf, als Kerstin Jahn und Stefan Süß überlegten, wie man auch ohne Führung die Inhalte der Schau den Gästen noch näher bringen könnte. Kommt beispielsweise jemand alleine, sei es oft nur schwer organisierbar, diesen durch die Ausstellung zu begleiten und die vielen Geschichten auf die unnachahmliche Art und Weise des Hauses zu erklären. Mit Audioguides sei das aber möglich. Bis die Umsetzung erfolgen konnte und die Finanzierung stand, dauerte es ein wenig.

Als die Geräte da waren, stellte sich die Frage, wer sprechen soll. "Wir haben verschiedene Leute getestet", so Kerstin Jahn vom Suppenmuseum. Gesucht wurde eine prägnante Stimme. "Da sind wir auf Engel B gekommen", sagt Jahn und lacht. Engel B oder Falk Engert, wie er mit bürgerlichen Namen heißt, ist im Dorf und der gesamten Region so etwas wie ein bunter Hund. Der DJ und Sänger ist bekannt und bekennender Erzgebirger. Er schafft den Spagat zwischen Verständlichkeit für alle Nicht-Erzgebirger und Mundart, wenn es um Sagen und Mythen geht, die ohne Erzgebirgisch einfach nicht funktionieren. Für die Verantwortlichen im Neudorfer Suppenmuseum die ideale Besetzung. Und für den Musiker eine spannende neue Erfahrung.

Da die Besucher auch aus aller Herren Länder kommen, wird es nicht nur bei Deutsch auf den Audioguides bleiben, erklärt Kerstin Jahn. Geplant seien die Ausführungen perspektivisch auch auf Tschechisch und natürlich Englisch. Und für die aktuelle Lage seien sie auch sehr praktisch, so Jahn. Die Audioguides sind derzeit Teil des Hygienekonzepts. Sie ersetzen die Führungen und vermitteln dennoch Wissen.

Das Neudorfer Suppenmuseum hat derzeit täglich von 11 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,50 Euro, Kinder zwischen 6 und 14 Jahren zahlen 1,50 Euro. Zu finden ist das Museum an der Karlsbader Straße 164.www.suppenmuseum-neudorf.de

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