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Genickschuss oder Gulag: Das furchtbare Schicksal der verschwundenen Wismut-Arbeiter

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Plötzlich war Rudolf weg. Am Beispiel einer fiktiven Bergarbeiterfamilie erzählt die Leipziger Autorin Kati Naumann spannend und detailreich die Geschichte Bad Schlemas. Und sie beleuchtet eine düstere Episode der Wismut-Historie, die über 80 Menschen betraf. Während ringsum das Leben zu seinem Recht kam.


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44 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 13
    6
    kartracer
    16.11.2022

    @Malleo, da Sie die Atombombe ansprechen, die Russen haben Diese bisher nicht zum Einsatz gebracht, was hoffentlich auch so bleibt.
    Eine andere Nation, hat dieses Kriegsverbrechen gleich zweimal hinter einander verübt, obwohl IN ihrem Land NIE ein Krieg stattgefunden hat.
    Das Perverse daran war, die Piloten haben die Bomben ausgeklinkt mit dem Spruch "Gott steh uns bei" WO war Gott???
    Wismut-Uran und Atombombe sollte nicht zwingend im Zusammenhang gesehen werden.
    Natürlich haben die Wismut Kumpel bessser verdient als vor Kohle, dafür sind aber auch sehr viele früh gestorben, an Krebs oder Alkohol.

  • 10
    6
    Malleo
    16.11.2022

    Ich werde mir heute die Lesung in Bad Schlema anhören, so wie viele Vorträge und Abhandlungen von Menschen über die Wismut, die nie selbst in diesem Industriezweig gearbeitet haben. Das Zeitzeugenprojekt zur Wismut- initiiert von der SAW Leipzig- liefert hingegen Beiträge von Menschen, die dabei waren, heißt authentisch berichten konnten. Ich habe auch mitgewirkt- ohne den goldenen Pinsel der Erinnerung aufzutragen!
    Es sind Puzzleteile, weil der Industriezweig hoch komplex war. Ich wage zu behaupten, viele Facetten aufgrund meiner Tätigkeit ober- und untertägig gesehen zu haben.
    Bei der Wismut ging es um Uran und die erste russische Atombombe wurde mit sächsischen Erz gebaut. Die Russen hatten ob der strategischen Bedeutung kein Interesse an Publicity und das wusste jeder. (Ost gegen West!)
    Man hielt sich an Regeln und wer sie brach, spürte das, ein Umstand- Regeln einhalten- der in diesem Land unter die Räder gekommen ist, wie die Unterscheidung von Ursache und Wirkung.

  • 12
    5
    Bautzemann
    16.11.2022

    Leider fiel der erste Beitrag der Meinungsfreiheit zum Opfer. Irgendwie versucht der Roman darzustellen, dass Stalins Russland hier in der damaligen DDR ähnliche Verältnisse wie bei den Russen schaffen wollte. Dem ist nicht ganz so, wie viele selbst, die zu jener Zeit lebten, erfahren haben. Es gab wohl Einzelbeispiele, aber die Masse der Wismutkumpel wurde bedeutend besser entlohnt als in anderen Bereichen der DDR-Wirtschaft. Das grösste Problem war aus Sicht der Bergleute, das man ständig der Strahlung ausgsetzt war und somit hunderte Fälle von Krebserkrankung auftraten. Ich kann mich noch gut an de Spruch erinnern:"Ich bin Bergmanm, wer ist mehr"? Hat leider vielen Kumpels im Alter nichts genutzt. Das die SDAG Wismut ein Ergebnis des letzten Weltkriegs war, sollte Warnung für alle Kriegstreiber sein die einen 3. Weltkrieg befeuern. Es wäre der letzte Krieg für Europa und es würde keine Wismut auferstehen. Das Thema Wismut ist und bleibt Geschichte gut und schlecht für die Menschen.

  • 12
    11
    kartracer
    16.11.2022

    Ja, so sind sie die Schriftsteller, etwas läuten hören, nicht zusammenschlagen, aber ein Glockenspiel daraus basteln.
    In diesem Werk, wird Schuld, sehr einseitig und damit nicht ganz richtig interpretiert. Passend zur derzeitigen Weltsituation, finde ich.
    Ich vermisse im Artikel jegliches Schuldgeständnis, als Ausgangsfaktor dieser "Besatzung", weshalb es eigentlich erst zu einer SDAG Wismut gekommen ist.
    Was ich meine ist der II.WK und die Verbrechen der Deutschen, die doch zu gerne unter den Tisch gekehrt werden sollen.

    "Die sollen beim Lesen innehalten und "Ja, so war's" sagen. "
    NEIN, das sollten Menschen, die es nicht erlebt haben eben NICHT sagen!
    Ich habe bei der SDAG Wismut gearbeitet, und habe da so meine eigenen Erfahrungen gemacht.
    Von wegen reichlich 50 Markscheine zum Zigarettenanzünden, Schnapsmarken ja, wodurch die Kumpel betrunken aus dem Sattelschlepper fielen, das war nicht selten.
    Es passt natürlich, auf einen gerade vorbeifahrenden Zug aufzuspringen!