Anlieger des Ankerwegs üben Kritik an Bauplänen

Geplante grundhafte Sanierung der Straße braucht Signal der Bahn

Raschau.

Der Ankerweg in Raschau soll durch den geplanten Ausbau jetzt eine richtige Straße werden - mit Entwässerung, Beleuchtung und befestigten Rändern. Bislang ist dies ein alter Feldweg, der irgendwann einmal etwas asphaltiert wurde. Er ist schmal. Begegnungsverkehr ist hier nicht möglich.

Geht es nach den Plänen der Gemeinde, soll sich das nun im Interesse der Anlieger ändern. Allerdings wird dieser Ankerweg im unteren Bereich von den Bahngleisen der Strecke Schwarzenberg - Annaberg gequert. Und genau da steckt momentan das Problem: Der Übergang wurde nach der Aufgabe des regulären Bahnbetriebs auf dieser Strecke im Jahr 1994 wieder geöffnet. Es fuhr kein Zug mehr, also konnte der Durchgangsverkehr wieder rollen. Eine Sondergenehmigung ermöglichte dies. Seither hat sich entlang des Ankerwegs einiges getan. Drei neue Wohnhäuser sind entstanden, Firmen haben sich angesiedelt. Es gab sogar einst Pläne für ein kleines Gewerbegebiet.

Derzeit ist der Bahnübergang mit einer Halbschranke versehen, die dann von Hand geschlossen wird, wenn einer der touristischen Sonderzüge rollt. Nun aber ist die alte Bahnstrecke als Teststrecke für die Zukunftsvisionen der Bahn auserkoren. Im Zuge dessen ist eine generelle Schließung des Übergangs im Gespräch. Doch genau dagegen regt sich Widerstand von den Anliegern und der Gemeinde.

"Man kann doch nicht die Augen davor verschließen, was sich entlang der Straße in all den Jahren entwickelt hat", sagt Hagen Neubert, der mit seinem Vater eine Firma am Ankerweg hat. "Die Durchgängigkeit muss erhalten bleiben. Hier kann kein großes Fahrzeug drehen, die Entsorger, der Winterdienst. Und auch für einen Wendehammer reicht der Platz nicht", sagt er. Es gebe heute sicher technische Möglichkeiten, dies zu gewährleisten. Es sei jetzt schon schwierig. Zumal der Ankerweg ständig zuweht. Am Donnerstag findet im Kaiserhof Markersbach, 18.30 Uhr, eine Gemeinderatsitzung statt, bei der Lutz Mehlhorn, Geschäftsführer der Erzgebirgsbahn, zu Gast ist und über den aktuellen Sachstand berichtet.

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