Der alte und der neue Rups begeistern

Etwa 250 Besucher haben Thomas Unger am Samstag im Haus des Gastes Breitenbrunn erlebt. Für den einstigen Randfichten-Frontmann war es kein Konzert wie jedes andere.

Breitenbrunn.

Mit seiner aktuellen CD "Was wäre wenn" bleibt Thomas Unger seinem Glauben treu und geht dennoch auf Menschen zu, die seiner Hinwendung zu Gott nicht so viel abgewinnen können: "Ich bin nach wie vor Christ, auch wenn es nicht mehr so deutlich rüberkommt. Das ist eine CD für Normalverbraucher", sagt der Sänger.

Texte und Kompositionen stammen aus Ungers Feder. Der Mix aus Countrystil, Volksmusik und Evangelisation hat am Samstag rund 250 Besucher ins Haus des Gastes gelockt. Erlebt haben sie ein zweistündiges Programm zwischen nachdenklich-aufrüttelnden Texten und stimmungsvoller Mundart, einen Querschnitt aus den christlichen CDs der letzten Jahre. Wichtig sind dem einstigen Randfichten-Frontmann Lieder wie der titelgebende Song "Was wäre wenn", denn dort vermittelt er die christliche Botschaft. "Es geht um die Entscheidung, ob jemand mit Gott gehen und das Paradies sehen will."

Mit seinem missionarischen Anspruch hat der Musiker in den letzten Jahren ein neues Publikum gewonnen. So war Theo Schreckenbach aus Stollberg nach Breitenbrunn gefahren. Der 85-Jährige hatte Thomas Unger vor drei Jahren auf dem Dorffest in Leukersdorf kennengelernt: "Die neue CD ist wirklich einwandfrei. Die Lieder haben eine christliche Botschaft und sind keine bloße Volkstümelei. Man spürt, dass Thomas Unger eine Wandlung erfahren und Christus erlebt hat." Das zieht sich auch im Haus des Gastes durch den ganzen Abend. Auf dem Programm stehen zahlreiche Lob- und Anbetungslieder. Das 2014 auf der CD "Vergiss nicht zu danken" erschienene "O lieber Gott" bezeichnet Unger als "gesungenes Gebet. Von "Ein Regenbogen" vom Album "Unbekanntes Land" (2016) verrät er, dass seine Frau es geschrieben hat. Und von der aktuellen CD ist unter anderem "Ich bet für dich" zu hören.

Doch noch stärker als bisher will Thomas Unger auch kirchenfernes Publikum wieder ins Boot holen. "Die neuen Lieder sind nicht mehr so evangelistisch. Das schafft mir die Möglichkeit, denen, die vom Glauben noch nichts wissen, die Tür zu öffnen." Als Unger mit "Mei alte Jeanshus" ein solch weltliches Lied anstimmt, geht das bis dahin verhaltene Publikum spürbar mit. Es ist mit den Händen zu greifen, dass nicht wenige im Saal sich freuen, dass hier der alte "Rups" mit seiner Fröhlichkeit und Mundart seinem Affen ein bisschen Zucker gibt. Für einen satten Sound sorgen die begleitenden Musiker Norman Kressner (Gitarre), Carsten Kuniß (Bassgitarre), Tilo Rudolph (Keyboard) und Frank Bonitz (Schlagzeug). Das Publikum ist begeistert.

Doch nicht nur die Zuhörer genießen den Abend. Auch für Thomas Unger hebt sich so ein Konzert in der Heimatstadt von anderen Auftritten ab: "Für mich ist das hier etwas Besonderes. Meine Eltern sind hier und viele Leute, die ich kenne. Dadurch ist es nicht so anonym und ich bin aufgeregter als sonst."

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