Ein Dankeschön ans ganze Team des Wohnbereichs

Stollenaktion: Die "Freie Presse" überrascht in Zusammenarbeit mit regionalen Bäckereien im Advent Menschen, die sich für andere stark machen. Heute: Das Team von Station 5 des Johanniterhauses "Am Berg".

Lößnitz.

Am liebsten hätte Renate Seiler (70) zehn oder noch besser 20 Stollen vergeben, damit alle 95 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Johanniterhauses "Am Berg" in Lößnitz ein Stück abbekommen. "Verdient haben es alle", sagt die Seniorin. Aber die Regel der Aktion lautet nun mal: Ein Stollen pro Vorschlag. Deshalb hat sich die Seniorin für die Mitarbeiter des Wohnbereichs 5 des Pflegeheimes entschieden.

"Der Lebensgefährte meiner Mutter wurde hier bis zuletzt ganz liebevoll betreut", sagt Renate Seiler. Er ist inzwischen gestorben, aber sie kann sich noch gut an die Mühe erinnern, mit der sich alle Schwestern und Pfleger um ihre Patienten gekümmert haben. "Gerade in diesem schweren Corona-Jahr und in den Wochen, wo niemand ins Heim durfte. Da haben sie sich zusätzlich etwas einfallen lassen, damit die Bewohner beschäftigt waren." Und noch sind die Zeiten, in denen die Pflegekräfte über das normale Maß hinaus gefordert sind, nicht vorbei, mit dem verschärften Lockdown warten ab Montag weitere Herausforderungen auf sie. "Deshalb möchte ich, dass sie sich auch mal freuen können", sagt Renate Seiler. "Nicht immer bloß arbeiten von früh bis spät. Das möchte ich würdigen."

Deshalb ging am Donnerstag ein Dankeschön-Stollen direkt aus der Stollenmanufaktur Erzgebirge - Bäckerei Schellenberger in Aue ins Lößnitzer Johanniterhaus. Zwölf Kollegen gehören zum Team, gegessen werden muss die Leckerei in Schichten, aber die Frühschicht will der Spätschicht etwas aufheben, auch wenn Schwester Mandy augenzwinkernd meinte: "Das müssen wir uns erst mal überlegen." Gemeinsam mit ihrer Kollegin Stefanie Scheppan hatte sie den Stollen entgegengenommen. Dann rasch noch fürs Foto Aufstellung genommen - und zurück ging es an die Arbeit.

Neben der täglichen Pflege werden im Johanniterhaus in diesen Tagen Hutzennachmittage, Weihnachtsfeiern und Kaminstunden organisiert, Plätzchen werden gebacken, alles in kleinen Gruppen, um die Anzahl der Kontakte gering zu halten. Mittwochs kommen Posaunenbläser ins Haus. "Wir tun unser Möglichstes, um unsere Bewohner trotz allem in Weihnachtsstimmung zu bringen", sagt Heimleiterin Christin Martin.

Aufruf Wer soll für seinen außergewöhnlichen Einsatz in dieser Corona-Zeit einen Dankes-Stollen bekommen? Vorschläge nimmt die "Freie Presse" per E-Mail und unter Ruf 03771 594-13241 entgegen. Wir bitten, eine kurze Begründung sowie einen Kontakt mitzuschicken. red.aue@freiepresse.de

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