Vicedom bleibt Stellvertreterin der OB

Es ist ein Ehrenamt, aber ein repräsentatives und somit begehrtes. Am Montagabend oblag dem Stadtrat Schwarzenberg erneut eine Wahl - und die offenbarte Uneinigkeit innerhalb der CDU-Fraktion.

Schwarzenberg.

Zwei Stellvertreter soll die Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Schwarzenberg haben. Darauf hatte sich der Stadtrat bereits in der konstituierenden Sitzung geeinigt. Wer dieses Ehrenamt künftig ausüben wird, darüber mussten die Stadträte am Montagabend entscheiden. Und dies erfolgte in geheimer Abstimmung. Am Ende konnte Lilly Vicedom von der CDU (Jahrgang 1962) die Wahl zur ersten Stellvertreterin der OB mit 12 von 21 Stimmen erneut für sich entscheiden.

Dieses Amt hatte die gebürtige Fränkin, die seit 1996 in Schwarzenberg lebt und arbeitet, bereits seit 2017 inne. In ihrer kurzen Vorstellung als erneute Kandidatin für das Amt ließ sie keinen Zweifel daran, dass sie in der Funktion stets überparteilich agiere und bemüht sei, den gesamten Stadtrat sowie die Stadt zu repräsentieren. Allerdings hatte die CDU-Fraktion mit Ruben Gehart noch einen zweiten Kandidaten für dieses Amt auf die Stimmzettel setzen lassen. Was ungewöhnlich ist, und Uneinigkeit innerhalb der CDU-Stadtratsfraktion offenbart. Auch Gehart stellte sich nochmals kurz vor und verwies dabei auf die hohe Anzahl an Stimmen, die er bei der Wahl im Mai auf sich vereinen konnte. "Bei der Kandidatenfindung innerhalb unserer Fraktion kam es jedoch zu einem Patt", hatte CDU-Fraktionschef Christof Dehnel erklärt. Somit sollte das Stadtratsvotum entscheiden.

Christian Ficker von der AfD wollte die Kandidatenliste um einen Nicht-CDU-Mann ergänzt wissen: "Ich finde, die CDU ist bereits durch die Oberbürgermeisterin gut vertreten. Deshalb schlage ich Eric Weber vom Wirtschafts- und Gewerbeverein vor." Bei der anschließenden Wahl entfielen sechs Stimmen auf Gehart und drei auf den Bermsgrüner Gastronom Weber.

Letztere stellte sich schließlich auch zur Wahl für den zweiten Stellvertreterposten, ebenso wie Hubert Protzel (69), der von den Linken ins Rennen geschickt wurde. Mit 14Stimmen wurde der langjährige Kreisrat der Linken als zweiter Stellvertreter gewählt.

Die Kandidatenfrage für den Stellvertreterposten der OB hat die CDU-Fraktion gespalten. Das Knistern war spürbar. "Aber ich denke, das ist mit der Wahl nun vom Tisch. Jetzt müssen wir uns wieder den Sachfragen zuwenden, und da sehe ich keine Uneinigkeit", so Dehnel.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...