Kosten für Saal erneut verteuert

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Die Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes im "Weißen Lamm" haben gerade erst begonnen, aber es zeichnet sich schon ab, dass die geplanten Mittel nicht reichen. Ein wenig hilft der Gemeinde Hohndorf dabei ein anderes Bauprojekt.

Hohndorf.

Es wird nochmals teurer. Die Arbeiten zur brandschutztechnischen Sanierung des Saales im Kultur- und Sportzentrum "Weißes Lamm" sind gerade erst angelaufen, da muss Bürgermeister Matthias Groschwitz (parteilos) eine weitere erhebliche Erhöhung der Baukosten zur Kenntnis nehmen. Nun müsse von rund 1,4 Millionen statt der zuletzt angenommenen 1,3 Millionen Euro an Gesamtkosten ausgegangen werden, sagte er gegenüber "Freie Presse".

Eine erste Änderung der Zahlen hatte es bereits vor Baubeginn gegeben, weil die ursprüngliche Finanzplanung vom Februar 2020 der Entwicklung der Baupreise nicht mehr standhielt. Damals war man von rund 1,075 Millionen Euro Gesamtkosten ausgegangen. Das Problem für die Gemeinde: Die Höhe der zugesagten Fördermittel von 45 Prozent wird nicht an die neuen Zahlen angepasst werden.

Zum Glück habe man eine gewisse Kostensteigerung schon vorsorglich im Haushaltsplan berücksichtigt, erklärte Groschwitz. Außerdem helfe die Tatsache, dass ein anderes Bauprojekt letztlich preiswerter wurde als geplant: die Dach- und Fassadenerneuerung der Schule. Hier habe man einige Leistungen, wie den Anstrich im hinteren Bereich, weggelassen, zudem seien die Dachdeckerarbeiten preiswerter ausgefallen als angedacht. So liege man dort jetzt bei Gesamtkosten von etwa 325.000 Euro, geplant waren 517.000 Euro, erklärte der Bürgermeister.

Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat nun auch das letzte Baulos für den "Lamm"-Saal vergeben: Die Trockenbauarbeiten wird ein Unternehmen aus dem vogtländischen Reichenbach übernehmen. Unter drei Angeboten hatte die Firma mit knapp 136.200 Euro das günstigste vorgelegt.

Da die notwendigen Abrissarbeiten im Gebäude noch nicht abgeschlossen sind, müsse immer noch mit Unwägbarkeiten und nicht geplanten Kosten gerechnet werden, so Bürgermeister Groschwitz. Dennoch gehe er davon aus, dass der Saal im April kommenden Jahres wieder nutzbar ist.