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Diebstähle aus Autos: Fälle häufen sich

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Mehr als 300-mal wurde im vorigen Jahr in Mittelsachsen in Kraftfahrzeuge eingebrochen. Für dieses Jahr verzeichnet die Polizei bislang eine steigende Tendenz. Jeder Fall ist für die Betroffenen ein großes Ärgernis. Zur Prävention gibt es einleuchtende Tipps.

Mittweida.

Nicht einmal am Friedhof steht das Auto sicher. Das zeigt ein jüngster Fall aus Flöha. Als ein Ehepaar nach einem kurzen Friedhofsbesuch zu seinem in der Lärchenstraße abgestellten Seat zurückkehrte, war eine Seitenscheibe des Wagens eingeschlagen. Laut Polizei hatten bislang unbekannte Täter aus dem Innenraum des Autos einen Rucksack entwendet. Im Rucksack befanden sich unter anderem eine Geldbörse mit Bargeld, ein Mobiltelefon und mehrere Geldkarten. Der Stehlschaden beläuft sich etwa auf 300 Euro. An dem Seat entstand ein Sachschaden von rund 800 Euro.

Und es gibt in jüngster Zeit mehrere ähnliche Fälle in Mittelsachsen. Am 26. September beispielsweise stahlen Autoknacker aus jeweils einem Wagen in Rochlitz und Wechselburg Taschen. Besonderheit: Da die Täter in beiden Fällen ähnlich vorgingen, prüft die Polizei einen Zusammenhang. Der Renault in Rochlitz, bei dem zwischen 10.30 und 13.30 Uhr die Scheibe der Beifahrertür eingeschlagen wurde, stand auf dem Parkplatz des Friedhofes an der Schützenstraße. Die Täter erbeuteten eine Handtasche, in der sich eine Geldbörse befand. Der Wert der Beute: etwa 1000 Euro, der Schaden am Auto beträgt ungefähr 500 Euro. In Wechselburg schlugen die Diebe am Nachmittag an der Rochlitzer Straße zu. Auch dort wurde an einem Renault eine Scheibe zerstört und eine Tasche mit Ausweisen und Geld gestohlen. Der Schaden liegt bei etwa 400 Euro.

Ein weiteres Beispiel: Nachts wurde laut Polizei am 13. September aus einem Auto auf dem Rastplatz "Rossauer Wald" an der A 4 eine Tasche mit Geld entwendet. Der 43-jährige Fahrer hatte den Wagen gegen 2.30 Uhr nur kurz verlassen. Als er zurückkehrte, war die Tasche verschwunden. Die Umhängetasche wurde später auf dem reichlich 30 Kilometer entfernten Autobahn-Rastplatz "Am Steinberg" gefunden. 2000 Schweizer Franken und etwa 1500 Euro fehlten.

Diese Diebstähle sind keine Einzelfälle. Im vergangenen Jahr wurde in Mittelsachsen 303 Mal in Kraftfahrzeuge eingebrochen, oder es wurden Teile von Kfz entfernt. Für dieses Jahr verzeichnet die Polizei bislang eine steigende Tendenz. 2020 waren es 374 Delikte.

"Und in diesem Jahr werden wir bei diesen Straftaten voraussichtlich wieder das Niveau von 2020 erreichen", sagte Andrzej Rydzik, der stellvertretende Polizeisprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Laut polizeilicher Kriminalstatistik für 2021 konnten 129 Fälle aufgeklärt werden. Damit betrug die Aufklärungsquote 33,5 Prozent. Zum Vergleich: 2020 wurden 25 Delikte aufgeklärt, die Aufklärungsquote lag bei 25,6 Prozent.


Was Fahrer beachten sollten

Zur Verhinderung von Diebstählen aus abgestellten Kraftfahrzeugen gibt die Polizei präventive Tipps. "Wir raten Fahrzeugführern dringend, Wertgegenstände niemals für jedermann sichtbar in den Innenräumen des Fahrzeugs liegen zu lassen", sagt Andrzej Rydzik von der Polizeidirektion Chemnitz und benennt damit eine Grundregel. Es gelte der Grundsatz nach dem altbekannten Sprichwort "Gelegenheit macht Diebe". Er setzte aus dem Erfahrungsschatz der Beamten noch hinzu: "Und diese Taten passieren in der Regel in Sekundenschnelle."

Für die Betroffenen sind "der Diebstahls- und Sachschaden am Fahrzeug im höchsten Maße ärgerlich", so Rydzik. Zudem seien Diebstähle von persönlichen Dokumenten (Personalausweis, Bankkarten, Pkw-Zulassung etc.) mit jeder Menge Aufwand aufgrund der Wiederbeschaffung oder Neubeschaffung verbunden. Rydzik betont: "Portemonnaies, Taschen jeglicher Art und Größe oder auch Jacken sollten schlichtweg nicht in Fahrzeug-Innenräumen gelassen werden. Diese Gegenstände wecken unweigerlich das Interesse potenzieller Täter." (hh)

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