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Treppe beim Lidl in Mittweida: Warum ist die Absperrung plötzlich weg?

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Ist die beliebte Abkürzung am Discounter nun doch wieder freigebeben, fragen sich Fußgänger. Die "Freie Presse" hat nachgefragt.

Mittweida.

Die Treppe am Discounter Lidl beschäftigt die Mittweidaer weiter. Nachdem die beliebte Abkürzung zwischen Bahnhofstraße und Weststraße beim ersten Schneefall im Dezember gesperrt worden war, sind die Absperrungen nun zur Seite geschoben worden. Am Montagnachmittag herrscht auf der Treppe reges Begängnis.

Auch Carina Dietze (20) nutzt die Treppe als Abkürzung zwischen dem Medienzentrum der Hochschule und den Hochschulgebäuden am Schwanenteich. Sie fragt sich, ob jemand die Absperrung weggeschoben hat oder ob die Stadt dafür verantwortlich gewesen ist, sagt sie im Gespräch mit der "Freien Presse". Neben der Treppe führt auch ein Weg hinauf zur Weststraße. "Aber der war glatt", sagt die Forensik-Studentin, die in Mittweida lebt.

Stadt hat keine Kapazitäten für Winterdienst auf Treppe

Die Stadt habe die Absperrung nicht entfernen lassen, sagt Bauamtsleiter Sebastian Killisch auf Nachfrage der "Freien Presse". "Das ist dann sicherlich einer der vielen Fälle, wo Leute die Absperrung beiseite geräumt haben", so Killisch. Die Treppe sei im Winter gesperrt worden, weil die Stadt keine Kapazitäten für den Winterdienst dort habe.

Ein Schild, auf dem steht "Betreten auf eigene Gefahr - kein Winterdienst" sei "an dieser Stelle keine Option, weil die Stadt sicherlich trotzdem verantwortlich wäre, wenn dort etwas passiert. Im Zweifel reicht so ein Schild vermutlich nicht aus", so Killisch.

Weg neben der Treppe ist in Privatbesitz

Der Weg neben der Treppe verlaufe größtenteils über das Grundstück von Lidl. Der Eigentümer sei für das Schneeräumen zuständig, erklärt der Bauamtschef. In der Stadt sind derzeit die 20 Mitarbeiter des Bauhofes für den Winterdienst verantwortlich. Die Straßen werden je nach Priorität geräumt, viel befahrene Straßen stehen weiter oben auf der Liste als Fußwege. Hinzu kommt, dass auf der Treppe von Hand Schnee geschoben werden müsste - ein hoher Aufwand im Vergleich zu Straßen, auf denen Räumfahrzeuge eingesetzt werden. Sebastian Killisch stellt nicht in Aussicht, dass sich die Situation auf der Treppe bald ändern wird. Es gäbe keine zusätzlichen personellen Kapazitäten.

Die Treppe verbindet die Bereiche Park am Schwanenteich und Hochschule mit der Innenstadt. Sie war erst im Mai vergangenen Jahres fertiggestellt worden und ersetzt einen Trampelpfad. Insgesamt 97.000 Euro hatte der Bau gekostet.

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