AfD-Mitglied beim Verfassungsschutz - Staatssekretär spricht von ernsthaftem Vorgang

Dresden. Der Fall des AfD-Mitglieds Hendrik S., der beim Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Sachsen arbeitet, sorgt auch im sächsischen Innenministerium für Aufsehen. S. hatte gegenüber dem ARD-Magazin "Panorama" offen Auskunft über seine Tätigkeit beim Geheimdienst gegeben. "Der Vorgang ist ernsthafter Art", sagte Innenstaatssekretär Günther Schneider (CDU) der "Freien Presse".

Laut Schneider wertet das Landesamt für Verfassungsschutz aktuell den Fall aus. "Ich werde mir vor allen Dingen die Langfassung dieser Drehaufnahme besorgen. Und dann muss das erforderlich Dienstrechtliche getan werden", sagte er. Das entscheide aber der Verfassungsschutz in eigener Verantwortung. Das Innenministerium helfe "gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten", so Schneider. "Aber um zur Tagesordnung überzugehen, dazu ist überhaupt kein Anlass."

Eine Konsequenz könnte sein, dass Hendrik S. seine aktuelle Sicherheitsfreigabe, mit der er geheime Vorgänge einsehen kann, verliert, wie Schneider andeutet: "Ich gehe davon aus, dass das Landesamt für Verfassungsschutz diesen Vorgang in alle Richtungen überprüft, das schließt natürlich auch diese Frage mit ein." (kok)

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