Augustusburg: Magnet Kunsthandwerkermarkt (mit Bildern)

Mehr als 2000 Besucher machten sich auf der Augustusburg mit dem Angebot von 75 Ausstellern vertraut

Augustusburg. 75 Aussteller präsentierten am Wochenende ihr Angebot an Kunsthandwerk auf dem Haferboden der Augustusburg. Das dritte Mal war hier zum Markt der Kunsthandwerker eingeladen worden und die Resonanz war mit über 2000 Besuchern größer als in den Vorjahren. Der Organisator der Veranstaltung Andreas Wolf wertete die steigende Zahl der Gäste als gutes Zeichen. Nach den Worten des Drechsler- und Tischlermeisters aus Thüringen hat damit der Markt beigetragen, das Kunsthandwerk bekannter zu machen und neue Verbindungen zu knüpfen.

Der Markt wird von der Agentur für Handwerk Zickra in Berga/Elster veranstaltet, die mit über 900 Handwerkern aus ganz Deutschland in Kontakt ist. Bedingung für die Teilnahme an den Märkten ist, dass die Produkte in eigenem Gewerbe selbst hergestellt werden. In erster Linie ist das Projekt umsatzorientiert, finanzielle Unterstützung gibt es von keiner Seite. "Unser Kunsthandwerkermarkt muss sich selbst tragen", informiert Andreas Wolf, "es hängen Existenzen dran."

Hauptsächlich wird der Besuch von Burgen, Schlössern und anderen historischen Orten in Sachsen und Thüringen bevorzugt, darunter ist auch der Barockgarten Lichtenwalde. Dort gastieren die Kunsthandwerker am 19. und 20. September. Erneut kommen sie am 21. und 22. November auf die Augustusburg. "Augustusburg wie Lichtenwalde sind für uns feste Orte", sagt Andreas Wolf. "Der Hauptgrund ist, dass wir hier gute Unterstützung durch die Schlösserverwaltung finden und außerdem auf dem Haferboden ein festes Dach überm Kopf haben. Das ist viel wert bei solchem Wetter, für die Besucher wie für die Aussteller."

Mit ihrer Ware vertreten die Kunsthandwerker, die vorwiegend aus Thüringen, vereinzelt aber auch aus Sachsen, Berlin und Brandenburg kamen, etwa 20 Branchen, darunter vor allem die in Thüringen traditionellen Gewerke wie Töpferei und Keramik, Korbflechten sowie Textilhandwerk. So war der Stand von Karla Tröger vom "Haus Spinnwebe" aus Eibau/Walddorf, schon am Samstag umlagert. Ihre Handwebereien aus Naturgarn, verarbeitet als modische Bekleidung, Tapisserien und anderer Raumschmuck, fanden begehrliche Augen. "Es ist viel Interesse da, mit dem Kaufen halten sich die Leute allerdings noch zurück", meinte Ingeburg Hieke aus Elsterberg. Sie präsentierte Grafikdrucke ihres Mannes Bernd Hieke und erklärte den Besuchern bereitwillig die Technik des Kupferstichs und des Steindrucks.

Von vornherein wird beim Kunsthandwerkermarkt mit dem Zuspruch von Familien gerechnet, das Angebot für Kinder ist betont groß. So konnten die Jüngsten unter fachlicher Anleitung an verschiedenen Ständen einen Kindergesellenbrief erwerben, sowohl für Holzgestaltung als auch für Keramik, Filzen und Weben. Eine richtige Urkunde mit Meister-Unterschrift und Stempel war der Lohn. Mehr als 100 solcher Gesellenbriefe für Kinder wurden vergeben.

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