Corona-Lage in Sachsen: Inzidenz in Landkreisen schwankt um kritischen Wert

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Die aktuellen Entwicklungen rund um die Pandemie in Sachsen im Überblick.

Corona-Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist am Mittwoch auf 14 gestiegen (Vortag: 12,2). Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 205 Neuinfektionen für den Freistaat gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich 287.812 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 10.150. Sachsen hat bundesweit den drittniedrigsten Inzidenzwert. Das RKI meldetet am Mittwoch für alle Bundesländer eine zweistellige Inzidenz. 

Welche Corona-Regeln Sachsen ab dem 26. August plant: Ab dem 26. August sollen die Corona-Einschränkungen in Sachsen nur noch vom Unter- oder Überschreiten des Inzidenzwerts 35 sowie von der aktuellen Auslastung der Krankenhäuser abhängen. Das geht aus dem der "Freien Presse" vorliegenden Verordnungsentwurf des Sozialministeriums hervor, über den am Dienstag zunächst die "Leipziger Volkszeitung" berichtet hatte. Neu eingeführt werden soll demnach eine sogenannte Vorwarnstufe.

Corona-Lage in Chemnitz

Corona-Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Chemnitz liegt laut RKI am Mittwoch bei 8,5 (Vortag: 11,0). Da die Inzidenz zuvor über einen längeren Zeitraum den Wert von zehn übersteigt, greift wieder die Corona-Schutzverordnung. Ab Mittwoch gelten daher neue Einschränkungen, wie eine Maskenpflicht beim Einkaufen und Kontaktbeschränkungen. Die Regeln der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung zum Nachlesen. Sollte an fünf Tagen in Folge die Inzidenz wieder unter dem Wert von 10 liegen, treten am übernächsten Tag Erleichterungen in Kraft.

In den vergangenen 24 Stunden sind drei Neuinfektionen gemeldet worden. Seit Beginn der Pandemie haben sich damit 17.129 Menschen in Chemnitz mit dem Coronavirus infiziert, 546 sind bisher im Zusammenhang mit einer Infektion verstorben. Aktuell werden 18 Personen im Krankenhaus behandelt, davon drei auf der Intensivstation, teilt die Stadt am Mittwoch mit. Zwei Kitas gelten derzeit als vom Virus betroffen. Neu hinzugekommen ist die Kita Tausendfüßler - aufgrund des positiven PCR-Tests einer Erzieherin sind drei weitere Erzieherinnen sowie 34 Kinder in Quarantäne geschickt worden.

Was ab Mittwoch in Chemnitz gilt: Ab Mitte der Woche müssen sich Bewohner und Besucher von Chemnitz auf striktere Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus einstellen. Die "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen.

Ein Preis für das Team von der Coronastation K 111: Patienten haben das Covid-Pflegeteam des Klinikums Chemnitz zu den beliebtesten Pflegern in Sachsen gekürt. Die Pflegekräfte der Station K 111 wurden am Dienstag mit dem Preis ausgezeichnet. Sie vertreten Sachsen nun bei der bundesweiten Abstimmung zu den beliebtesten Pflegeprofis. Was ist ihr Erfolgsrezept?

Zweites Chemnitzer Bürgerfest "Herzschlag" steigt Ende August: Die zweite Auflage des Festivals fiel Corona zum Opfer. Trotz der Pandemiesituation hielten viele Vereinsmitglieder zur Stange. Gegenseitige Motivation war das Stichwort. Menschen zeigten sich auch während der Pandemie von der Arbeit des Vereins beeindruckt - ein Motivationsschub in Zeiten, wo Sponsoren aufgrund von Unsicherheit den Blick auf sich selbst richten müssen. Nun kann es nach zwei Jahren Pause tatsächlich weitergehen. Am Freitag, dem 27. August, soll nun das zweite "Herzschlag" starten - das Chemnitzer Bürgerfest, dass das Herz der Stadt wieder neu beleben soll.

Trotz steigender Corona-Inzidenz will Burgstädt Stadtfest feiern: Bereits Anfang des Jahres stand fest: Burgstädt will vom 1. bis 3. Oktober sein traditionelles Stadtfest feiern. Doch es sollte nicht wie im Vorjahr wegen Corona mit Tickets und Zäunen stattfinden. Aber ist das bei steigenden Inzidenzwerten realistisch? Dieser Frage mussten sich die Stadträte in einer Sondersitzung am Montagabend stellen. Bei der Abstimmung votierten schließlich elf Stadträte und der Bürgermeister für das Fest und drei dagegen, neben Scheithauer und Köhler auch Vize-Bürgermeister Bernd Lehmann (FWB). Wegen der Urlaubszeit waren nur 14 der 22 Stadträte anwesend.

Neue Infektionen in Burgstädter Region: In der Verwaltungsgemeinschaft mit Burgstädt, Mühlau und Taura gibt es je Ort einen positiven Corona-Fall, damit ist die Inzidenz auf knapp 20 gestiegen. Das sagt Bürgermeister Lars Naumann. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz soll das Corona-Infektionsgeschehen regional vergleichbar machen. Sie gibt an, wie viele Personen sich in einer Stadt innerhalb der vergangenen sieben Tage angesteckt haben, bezogen auf 100.000 Einwohner. Entscheidend ist sie für mehr Einschränkungen und verschärfte Maßnahmen. Im Landkreis Mittelsachsen lag sie die vergangenen Tage meist bei unter 10, bei der viele Lockerungen gelten. Mit den drei Coronafällen in der Burgstädter Region liegt die Inzidenz deutlich höher. Es gelten aber die Landkreis-Verordnungen. Naumann sagte vor dem Stadtrat erneut, dass er nicht viel von der Inzidenz als alleiniges Kriterium halte. Vielmehr sollte auch die Bettenbelegung in Krankenhäusern beachtet werden.

Corona-Lage im Erzgebirgskreis

Corona-Zahlen: Im Erzgebirgskreis ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf einen Wert über 10 gestiegen. Am Mittwoch meldete das RKI einen Wert von 10,4. Binnen eines Tages sind 13 Neuinfektionen registriert worden, damit haben sich seit Beginn der Pandemie 32.062 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Anzahl der Todesfälle bleibt bei 907. 

So ist die Corona-Lage im Erzgebirgskreis: Die Corona-Situation im Kreis ist zuletzt entspannt gewesen. Doch wie genau ist die Lage in den Kliniken? Gibt es aktuell Infektions-Hotspots? Und wie bereitet sich das hiesige Landratsamt auf eine mögliche vierte Welle vor? "Freie Presse" beantwortet die wichtigsten Fragen.

Holi-Festival - Farbbeutel fliegen auf der Halde 116 in die Luft: Viel Zeit, um für seine Party am Samstag Werbung zu machen, hatte Till Schwabe mal wieder nicht. In Coronazeiten sind Veranstaltungen dieser Art immer irgendwie ungewiss. Doch vor wenigen Tagen kam die offizielle Genehmigung: Das Holi-Festival kann stattfinden. Bereits zum dritten Mal stellt der Annaberg-Buchholzer, der unter anderem auch das Schutzteichfest ins Leben gerufen hat, die Party auf die Beine.

Annaberg lädt zu Musik pur an acht Plätzen ein: Zur "Fête de la Montagne" lädt das Kulturzentrum Erzhammer in Kooperation mit dem Soziokulturellem Zentrum Alte Brauerei am Sonntag ein. Normalerweise zieht es zur "Fête de la Musique" am längsten Tag des Jahres, dem 21. Juni, Musiker sowie Musikbegeisterte hinaus auf die Straßen, um handgemachte Musik verschiedenster Art und Herkunft zu erleben. Aufgrund der noch im Juni geltenden Coronaschutz-Richtlinien in diesem Jahr war an diesem Termin eine solche Veranstaltung nicht möglich. Dennoch wollten die Organisatoren auch 2021 einen solchen Tag voller Musik in der Kreisstadt anbieten. Der Eintritt zu den öffentlichen Spielorten ist kostenfrei; "Hut-Spenden" an die auftretenden Künstler sind jedoch gern gesehen.

Weniger Minijobs in der Coronazeit: Im Erzgebirgskreis sind im vergangenen Jahr rund 1500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse verloren gegangen. Damit sank ihre Zahl um 8 Prozent auf 16.400. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mit und beruft sich dabei auf aktuelle Daten der Bundesagentur für Arbeit. Andreas Herrmann von der IG Bau Südwestsachsen kritisiert: "Der Rückgang zeigt, dass Minijobs schnell zur Falle werden. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter-, noch auf das Arbeitslosengeld haben." In der Gebäudereinigung seien prekäre Arbeitsverhältnisse besonders stark verbreitet und würden insbesondere für Frauen zum Risiko. Betroffene müssten besser geschützt und Minijobs ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden.

Corona-Lage in Mittelsachsen

Corona-Zahlen: In Mittelsachsen ist die Inzidenz am Dienstag laut Robert-Koch-Institut auf 10,2 gestiegen (Vortag: 7,2). Vier neue Fälle sind registriert worden. Die Zahl der Infektionen im Landkreis seit Beginn der Pandemie steigen somit auf 24.399. Die Anzahl der Todesfälle im Landkreis liegt unverändert bei 712.

Briefwahlunterlagen sind zu beantragen: Die Beantragung der Briefwahlunterlagen ist erst nach dem Erhalt der Wahlbenachrichtigung möglich. Das teilte die Stadtverwaltung Freiberg mit. Damit kann kontaktlos abgestimmt werden. Die Versendung der Wahlbenachrichtigung erfolgt demnach in der 34. Kalenderwoche ab dem 23. August. Die amtlichen Stimmzettel würden der Stadt Freiberg am 24. August zur Verfügung gestellt. Im Regelfall erfolge die Erstellung und Versendung der Briefwahlunterlagen ab dem 6. September im Briefwahlbüro der Stadt Freiberg. In dringenden Fällen würden die Briefwahlunterlagen bereits ab dem 25. August ausgestellt und versendet. In dringenden Fällen können sich Bürger an die Wahlbehörde (wahlen@freiberg.de) wenden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Briefwahl online ab 25. August über zu beantragen. www.freiberg.de

Corona-Lage in Zwickau

Corona-Zahlen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Zwickau ist auf 9,8 gesunken (Vortag: 11,1). Am Mittwoch hat das RKI acht Neuinfektionen gemeldet, seit Pandemiebeginn sind 26.880 Menschen am Coronavirus erkrankt. Die Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona beträgt unverändert 1054.

Inzidenz über 10 - Was das für den Kreis bedeutet: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts lag der Wert, der angibt, wie viele Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen nachgewiesen wurden, am Dienstag bei 11,1 (Montag: 8,9). Das hatte sich angesichts von sieben, acht Neuinfektionen pro Tag in der vergangenen Woche schon angedeutet. Der Wert 10 ist der erste Schwellenwert, der in der aktuell geltenden Sächsischen Corona-Schutzverordnung festgelegt ist. Was bedeutet nun der Anstieg für die Bewohner im Landkreis?

Corona-Lage im Vogtland

Corona-Zahlen: Das RKI hat am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 11,1 gemeldet, damit übersteigt der Landkreis den kritischen Wert von 10. Innerhalb eines Tages sind 11 Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Zahl der Infektionen seit Pandemiebeginn auf 18.874. Die Anzahl der Todesfälle bleibt bei 841.

Traillauf wird erneut verschoben: Die Laufserie Trails4Germany macht auch 2021 keine Station an der Talsperre Pöhl. Die ursprünglich für den 3. Oktober geplante Veranstaltung wurde jetzt von den Organisatoren abgesagt. Schon im Vorjahr musste der Lauf coronabedingt ausfallen. Die Pandemie ist erneut zumindest teilweise der Grund für die Entscheidung der Münchener Agentur Plan B Events, die die Serie mit insgesamt sechs Stationen ausrichtet. "Wir hatten leider sehr schlechte Anmeldezahlen für alle Austragungsorte. An der Talsperre Pöhl lagen sie zum Beispiel im niedrigen zweistelligen Bereich." Albrecht sieht für die Zurückhaltung der Läufer vor allem zwei Gründe.

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