Pegida-Verein will montags nicht mehr demonstrieren

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Ein Strategiepapier sagt das Aus der Montagsspaziergänge für Juni voraus. Ob das das Ende für die Bewegung bedeutet, ist aber offen.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen und hören
    (inkl. FP+)
Sie sind bereits registriert? 

1515 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    gelöschter Nutzer
    24.05.2015

    Richtig! Die Rechtspopulisten BIETEN der ,schweigenden Mehrheit‘ das Versprechen, halten es aber nicht. Bei dem Versprechen allein bleibt es dann auch.

  • 1
    0
    Pedroleum
    24.05.2015

    Auch ich habe kürzlich etwas gefunden, das zum Thema Pegida und Rechtspopulismus passt und bereits vor mehr als 10 Jahren veröffentlicht wurde, allerdings keine Prosa, sondern Sachliteratur:

    „Rechtspopulismus
    Der Begriff des Rechtspopulismus (R.) wird häufig für die Charakterisierung solcher polit. Strömungen benutzt, die sich als Anwälte unterdrückter Interessen nicht von Minderheiten, sondern von der ,schweigenden Mehrheit‘ begreifen. Ihr bieten sie das Versprechen, die Verkrustungen des polit. Tagesgeschäfts aufzubrechen, die Alltagsthemen, Sorgen und Nöte der ,schweigenden Mehrheit‘ zu artikulieren und die Koordinatensysteme des polit. Diskurses wieder zurechtzurücken, die aus ihrer Sicht durch Moden ,politischer Korrektheit‘ (Political Correctness) bzw. durch Wirklichkeitsverdrängung auf Kosten des eigenen Volkes aus dem Lot geraten sind.“

    [vgl. Dieter Nohlen und Florian Grotz (Hrsg.): Kleines Lexikon der Politik. Verlag C. H. Beck, München 2001, 5. Auflage, S. 506]

  • 3
    2
    gelöschter Nutzer
    22.05.2015

    Oh ich habe etwas schönes gefunden, dass ich hier gerne teilen möchte. Terry Pratchett, der leider viel zu früh diesen März verstorbene britische Schriftsteller nahm im Grunde 2000 in seinem Fantasy Scheibenwelt-Roman die Pegida schon voraus, als er schrieb:

    "Ah" sagte Herr Nadel. "Ja, ich erinnere mich. Sie sind besorgte Bürger." Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer sie sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache, in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinausliefen.
    [Terry Pratchett - Nichts als die Wahrheit]

    "“Ah," said Mr Pin. "Right. I remember. You are concerned citizens." He knew about concerned citizens. Wherever they were, they all spoke the same private language, where 'traditional values' meant 'hang someone'.”
    ? Terry Pratchett, The Truth

    17% der Pegida-Teilnehmer hält laut der neuen Patzelt-Studie Gewalt gegen den politischen Gegner für legitim.

  • 4
    1
    gelöschter Nutzer
    22.05.2015

    Pegida ist nicht bürgerlich konservativ. Das ist reine Schönfärberei. Der Verein in seiner jetzigen Struktur ist bestenfalls rechtskonservativ bis rechtpopulistisch.
    Selbst Patzelt, der dass basisdemokratische immer hervorhob muss nun eingestehen das der Verein immer weiter nach rechts abdriftet. Erkennbar war das aber m.E. schon immer. Wer immer nur aus seiner Trotzecke heraus alles in Frage stellt und dabei die Menschenwürde mit Füssen tritt bleibt im Abseits . Deshalb ist Pegida da wo es heute ist und wo es hin gehört. Im Nirwana rechter Bewegungen.

  • 2
    2
    gelöschter Nutzer
    22.05.2015

    "Pegida hat gezeigt, wie groß das national konservative bürgerliche Lager in Sachsen ist und wie es weiter wächst."

    Dresden hat über 500.000 Einwohner, selbst wenn 5.000 Pegida-Anhänger Montags dort auf die Straße gehen (in den letzten Wochen waren es ca. die Hälfte) wäre das gerade ein Prozent. Und Dresden ist der hot spot, woanders sehen die Zahlen noch viel verheerender aus. Wieviele Menschen Pegida still unterstützen, kann niemand sagen, zumal von diesen Spaziergängern am Montag ja auch noch eine ganze Menge aus dem Umland kommen. Die OB-Wahl am 7.6. wird dafür ein guter Gradmesser sein, denn in der Wahlkabine schaut dir keiner über die Schulter. Aber über 3% wird Frau Festerling wohl nicht kommen (in Umfragen lag sie letztens bei 2%). Wenn dass das konservativ bürgerliche Lager ist, welches Sie meinen, ist es wahrlich nicht so groß.

  • 0
    0
    Pedroleum
    22.05.2015

    @Rasumichin: „So groß ist das national konservative Lager nun auch wieder nicht. Das sieht man bei Wahlen, wo alle Bürger eingeladen sind an der politischen Willensbildung mitzuwirken. Da bekommen die national konservativen doch kaum noch einen Fuß in die Tür. Die Pegidas waren quasi bis jetzt nicht in der Lage, politische Mehrheiten zu bilden, da ihnen die Sympathisanten fehlen. Und nun ebbt die Bewegung langsam ab.“

    Das sehe ich genauso. Immerhin ist bei der letzten Landtagswahl in Sachsen mit der sächsischen AfD eine Partei angetreten, die das national-konservative Lager vertritt. Dennoch lag die Wahlbeteiligung bei 49,1 %.

    Zwar hat die AfD fast 10 % der Stimmen erhalten. Allerdings werden darunter viele Protestwähler gewesen sein, sodass davon auszugehen ist, dass das Wählerpotenzial des national-konservativen Lagers in Sachsen nicht über diesem Wert liegt, sondern eher darunter (vgl. „Analysen Wählerwanderung“, http://wahl.tagesschau.de/wahlen/2014-08-31-LT-DE-SN/analyse-wanderung.shtml:
    Bei der Landtagswahl 2014 wanderten ca. 15 000 Stimmen von der Linken und 3 000 Stimmen von den Grünen zur AfD, nochmal so viele kamen von den Liberalen. 8 000 Stimmen kamen von der SPD. Macht zusammen 44 000 Stimmen für die AfD, die nicht aus dem national-konservativen Lager stammen. Ebenso vermute ich ein hohes Protestpotenzial unter den 16 000 mobilisierten Nicht-Wählern).

    Abgesehen davon waren von den Pegida-Demonstranten, die im Dezember – zur Hochzeit von Pegida – zu ihren Beweggründen gefragt wurden, unterschiedlichste Gründe genannt, warum sie bei Pegida mitlaufen. Diese vielfältigen Begründungen, die teilweise überhaupt nichts mit einer vermeintlichen „Islamisierung des Abendlandes“ zu tun hatten, wurden von Politikwissenschaftlern als „diffuse Ängste“ bezeichnet. Daher ist auch hier anzunehmen, dass nur ein Teil dieser Spaziergänger im „national-konservativen Lager“ zu verorten ist.

  • 2
    3
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    So groß ist das national konservative Lager nun auch wieder nicht. Das sieht man bei Wahlen, wo alle Bürger eingeladen sind an der politischen Willensbildung mitzuwirken. Da bekommen die national konservativen doch kaum noch einen Fuß in die Tür. Die Pegidas waren quasi bis jetzt nicht in der Lage, politische Mehrheiten zu bilden, da ihnen die Sympathisanten fehlen. Und nun ebbt die Bewegung langsam ab.

  • 4
    4
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    "Pegida hat gezeigt, wie groß das national konservative bürgerliche Lager in Sachsen ist und wie es weiter wächst."
    Tja in Sachsen und vielleicht noch in Thüringen! Aber Deutschland besteht auch noch aus anderen Bundesländern und die sind Pegida NICHT zugeneigt. Dabei denke ich nur an den Anti-Pegida-Fasching in Bayerns Hauptstadt München, siehe

    www.sueddeutsche.de/muenchen/protest-gegen-islamhasser-muenchner-feiern-fasching-gegen-pegida-1.2311555

  • 4
    5
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    16:31 Uhr Hübnererich: Daumen hoch !!! Genauso ist es, Sie schreiben mir voll aus dem Herzen.
    Wünsche noch einen schönen Abend...

  • 7
    4
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    Spaß beiseite, egal ob nun Pegida weiter demonstriert oder nicht, so hat sie doch eins deutlich gemacht, wie es um unsere Demokratie in Deutschland 2015 bestellt ist. Und da muss ich eine massive Bedrohung feststellen. Aber nicht durch einen religiösen,politischen oder rassistischen Extremismus sondern durch das Stigmatisieren und Hinausdrängen des mündigen Bürgers aus der demokratischen Willensbildung. Wenn Bürger wieder durch politischen Druck diffamiert und zum Schweigen gebracht werden. Ich durfte dies ein Stück weit in der DDR mit erleben und hätte es mir nie vorstellen können,dass das gleiche in der ach so freien BRD noch einmal passiert. Eines macht mir allerdings Mut. Pegida hat gezeigt, wie groß das national konservative bürgerliche Lager in Sachsen ist und wie es weiter wächst.

  • 4
    3
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    @aardvark: Das wäre ja dann die erste Presseerklärung von PEGIDA die in der L....presse abgedruckt wurde.
    @PeKa: Sie fordern also Waffengewalt gegen das eigene Volk? Übrigens traue ich nur einem Alliierten zu, schnell in Berlin zu sein.

  • 5
    6
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    Ich weiß gar nicht, warum sich manche hier so aufregen. Die Info zur Aussetzung der Spaziergänge kommt schließlich durchaus aus dem Pegida-Dunstkreis und nicht von der angeblichen "Lügenpresse" - vielleicht sollten die sich erstmal untereinander einig werden, was an die Öffentlichkeit soll und was nicht.

  • 3
    7
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    "Alle Bereitwilligen auf nach Berlin und den dort Herrschenden zeigen, wer das Volk ist."
    @Countrymann, wie, auf welche Weise sollte das denn den Herrschenden gezeigt werden, etwa mit einem Sturm der Pegida-Anhänger auf den Bundestag verbunden damit, dass die Abgeordneten mit Knüppeln verprügelt werden, oder was soll da geschehen? Meint Pegida ernsthaft, sie könne die deutsche Regierung einfach so stürzen? Da wären aber die Alliierten ganz schnell mit Waffengewalt zur Stelle, und das zu Recht!

  • 6
    4
    gelöschter Nutzer
    21.05.2015

    Es wird auch Zeit, daß diese Verkehrsbehindernden " AUfmärsche " beendet werden.
    Ich selbst war lange zeit bei diesen Zusammenkünften von Pegida Chemnitz als " Befürworter " dabei.
    Denn etwas muß sich in den ganzen Fragen der Bearbeitung und Anerkennung von Asyl- und Flüchtlingsanträgen ändern.
    Als ich jedoch auf eine Email an die " Macher " von Pegida-Chemnitz/Erzgebirge bis zum heutigen Tag KEINE Antwort erhalten habe, ist diese " Führungsriege " für mich nicht mehr Glaubwürdig.
    Ich persönlich stelle sie gleich mit einer Gruppe " Selbstdarsteller" !!!
    Diese will nur die " Massen " ( am Montag 18.05.2015 ) lächerliche ca. 150 Menschen aufwiegeln und sonnt sich dann im Gebrüll dieser Menschen.
    Auch die sog. " Gegendemonstranten " sind keinen Deut besser.
    Was soll diese alberne Brüllerei, NAZI - FASCHISTA usw.??
    Hier hätten von Seiten der Pegida Führung ganz andere " Geschütze " aufgefahren werden müssen.
    Nach dem Motto : " Nicht nur reden , sondern Handeln."
    Alle Bereitwilligen , auf nach Berlin und den dort " Herrschenden " zeigen, wer das VOLK ist.
    Nur der DRUCK der Masse bringt evtl. Veränderungen.
    Schade nur, das diese Bewegung so enden muß !!!
    PS: der Versuch war es aber wert !
    Evtl. geht endlich auch in den " wirren " Köpfen der Gegendemonstranten ein Licht auf, was zu hoffen wäre.
    Denn so wie bisher von der Stadt Chemnitz und der Berliner Regierung praktiziert, kann und darf es nicht weitergehen.
    Hilfe JA, aber nur für Bedürftige und ernsthaft in NOT geratene fremdländische BürgerINNEN und Bürger.
    Wo bleiben denn die so geforderten und angekündigten, gut ausgebildeten Einwanderer ??
    Ich sehe nur Jugendliche männliche Gruppen, rumspuckend und schimpfend , sowie anpöpelnd durch unsere Stadt ziehen.
    Wünsche allen eine angenehme " Restwoche " M.W.

  • 4
    5
    gelöschter Nutzer
    20.05.2015

    1. Wann Pegida aufhört zu demonstrieren, legt Pegida selber fest und nicht irgend ein Strategiepapier.
    2. Ehe Pegida verschwindet, ist die sogenannte "Lügenpresse" schon lange pleite.