Reaktion auf Corona-Pandemie: Sachsen baut Reservelager für Schutzausrüstung auf

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie rüstet sich Sachsen für die Zukunft. Millionen von Materialien werden eingelagert.

Das sächsische Kabinett hat den Aufbau eines zentralen Reservelagers für Schutzausrüstung beschlossen. Damit will der Freistaat für künftige Pandemien vorsorgen. In diesem Fall soll die Ausrüstung aus dem Reservelager für vier Wochen den Bedarf von Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, der Krankenhäuser, der Gesundheitsämter sowie von Alten- und Pflegeheimen decken. Die Reserve solle dann vor Krankheitsübertragungen über die Luft, aber auch vor Schmierinfektionen schützen.

Befinden sollen sich in dem Lager folgende Materialien:

  • FFP2/KN95-Atemschutzmaske: ca. 400.000 Stück
  • FFP3-Atemschutzmaske: ca. 400.000 Stück
  • OP-Maske (Mund-Nase-Schutz, Einweg): ca. 5 Mio. Stück
  • Einweg-Handschuhe: ca. 30 Mio. Stück
  • Schutzkittel, Einweg: ca. 1 Mio. Stück
  • Schutzanzüge: ca. 450.000 Stück
  • Schutzbrillen: ca. 10.000 Stück
  • Vollgesichtsmasken: ca. 400.000 Stück
  • "Community-Maske", Mehrweg: ca. 230.000 Stück

Mit der Entscheidung, ein solches Lager anzulegen, reagiert die Landesregierung auf die Erfahrungen aus der aktuellen Pandemie. "Die Covid-19-Pandemie zeigt deutlich, dass der Freistaat Sachsen einen Bestand an Schutzausrüstungen für unvorhergesehene Ereignisse vorhalten muss", so Innenminister Roland Wöller (CDU).

Arbeitsfähig soll das Reserve-Lager zum Jahreswechsel sein. Aktuell werden die Materialien noch bei einem Logistikdienstleister in Leipzig eingelagert. Ein endgültiger Standort werde aktuell noch geprüft. (luka)

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