Sachsen
Sport auf ganz neuen Wegen

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Auf der Blockline, den Fichtelberg hinab, über zum Radeln, um Kurven herum oder auf fliegenden Brettern: So macht Bewegung richtig Spaß.

Wenn was so richtig Spaß macht, dann ist es Sport in der Natur. Und davon hat unsere Region jede Menge! Heimat großartiger Ideen - das gilt nicht nur für wirtschaftliche Wege, sondern auch für innovativen Sportsgeist. Und der geht teilweise rasant ab.

Die Blockline

15 Etappen, drei Loops (Runden) oder als Gesamtstrecke: Mit der Blockline erwartet Radsportler ein einzigartiges Bike-Abenteuer auf 140 Kilometern und 2.750 Höhenmetern. Es ist ein ideales Terrain für Entdecker - ob mit E-Bike, klassischem Mountainbike oder Gravelbike. Bereits seit Ostern können Bike-Fans hier in die Pedale treten, denn da startete die Blockline in die neue Saison.

Die Strecke zwischen dem internationalen Wintersportzentrum Altenberg, Holzhau und dem Spielzeugdorf Seiffen ist komplett beschildert und verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn. Ebenso weisen imposante Holzportale, Infotafeln, Meilensteine und liebevoll gestaltete Tiere als Motivmeilensteine den Weg. Unterwegs gibt es idyllische Rastplätze, Einkehrmöglichkeiten und Freizeiterlebnisse. Mit dem Abenteuer-Paket und dem Routenpaket gibt es zwei Starterpaket-Varianten, die Fahrer auf der Blockline begleiten. Die Starterpakete bieten Zugang zum Abenteuer-Log, worin viele Erlebnisse und Fotos geteilt werden können. Erhältlich sind die Starterpakete online oder in den Tourist-Informationen der beteiligten Orte. Als Blockline-Inn's werden die offiziellen Gastgeber bezeichnet. Sie heißen Radfahrer zur Einkehr oder für Übernachtungen herzlich willkommen. 20 solcher Inn's halten buchbare Angebote für den perfekten Bike-Urlaub bereit.

Die Radrennen

Entstanden im Jahr 2007, wuchs das 24 Stunden Rad-Event "Heavy 24" schnell zu seiner gewaltigen Größe an. Jedes Jahr sind bei dem Mammutwettkampf 1200 Fahrer am Start. Tausende Besucher jubeln den harten Radfahrern am Stausee Oberrabenstein zu. Die Startplätze sind in diesem Jahr alle schon vergeben. Bereits Ende März war Anmeldeschluss. Menschen, die die Sportler kräftig anfeuern, sind aber immer gern gesehen.

Zwei Länder, neun Gipfel und 4400 Höhenmeter - das sind die Zahlen rund um den "Stoneman Miriquidi". Wer hier mitfährt, erlebt ein faszinierendes Mountainbike-Abenteuer voller Emotionen in den tiefen Wäldern des Erzgebirges. Der Anspruch ist hoch, die Strecke cool: Die Radfahrer erleben 162 Kilometer pures Mountainbike-Fieber. Von Deutschlands höchst gelegener Stadt Kurort Oberwiesenthal erklimmen sie entlang der idyllischen Talsperre Cranzahl den Bärenstein. Anschließend erreichen die Sportler die charakteristischen Basaltsäulen am Pöhlberg und Scheibenberg. Und in den urwüchsigen Fichten- und Buchenwäldern im TrailCenter Rabenberg geht es dann auf die Pfade von Deutschlands erstem Single Trail Park. Nach dem Auersberg passieren die steinharten Teilnehmer das Hochmoor "Kleiner Kranichsee" und erklimmen den Gipfel des Blatenský vrch (Plattenberg), wo in den Tiefen der Wolfspinge ewiges Eis lagert. Auf einem steilen Anstieg kämpfen sich die Radfahrer anschließend den Plešivec hinauf und rauschen auf den Trails dem Königsanstieg entgegen: Als großes Finale wartet nämlich der 1244 Meter hohe Klínovec (Keilberg), der höchste Gipfel des Erzgebirges. Hier kann man dann ruhig auch mal inne halten, um das großartige Panorama über das knapp 1000 Meter tiefer gelegene böhmische Becken zu genießen. Dann wird es easy: "Nur noch" den Fichtelberg hoch, mit 1215 Metern Sachsens höchster Berg. Schon geschafft!

Die Monsterroller

Die Monster sind los am Fichtelberg! So heißt es auf der städtischen Internetseite von Oberwiesenthal. Und weiter: "Doch keine Angst, sie lassen sich einfach zähmen, denn die grünen Gefährten sind einfach zu handhaben." Auf breiten Stollenreifen, ausgestattet mit Scheibenbremsen und mit einem Gewicht von etwa 20 Kilogramm rollen die Fahrer auf den sogenannten Monsterrollern sicher den Fichtelberg hinunter. Mit der Schwebebahn gelangt man zusammen mit dem Monsterroller auf den höchsten Berg Sachsens hinauf. Von dort aus kann man dann beispielsweise die acht Kilometer lange Abfahrt nach Neudorf/Vierenstraße hinunterbrettern. Unter viel Dampf geht es bei dieser Tour in einer der ältesten Schmalspurbahnen Europas zurück in den Kurort Oberwiesenthal. Eine Fahrt mit einem solchen Monsterroller verspricht ein unvergessliches Erlebnis für Familie, Freunde und Gruppen aller Art zu werden. Wer es selbst versuchen will, einmal die Monster zu zähmen, kann aus fünf verschiedenen Touren seinen perfekten Bergtrip auswählen. Die Vermietung der Roller erfolgt von Mai bis Oktober.

Auf Monsterrollern rund um Oberwiesenthal unterwegs.
Auf Monsterrollern rund um Oberwiesenthal unterwegs. Bild: R. Küttner

Die Sommerrodelbahnen

Sie hat eine Gesamtlänge von 913 Metern und bietet einen atemberaubenden Geschwindigkeitsrausch: Die Sommerrodelbahn im erzgebirgischen Ort Seiffen. Nachdem der Schlitten auf etwa 200 Meter bergauf gezogen wurde, geht es über 15 Kurven - davon neun Steilkurven - wieder hinunter ins Tal. In der Mitte heißt es: Festhalten! Denn dort gibt es einen Riesenjump, wo der Schlitten auch schon mal abheben kann. Ein paar kleinere Schikanen sorgen zudem dafür, dass die Abfahrt nicht langweilig wird. Alles ungefährlich, ganz klar! Man muss sich nur an die Sicherheitshinweise halten. Im eigentlichen Winter-Hotspot Altenberg geht es auch im Sommer rasant mit dem Schlitten bergab. Hier fährt man entweder allein oder zu zweit über 1000 Meter den Berg runter. Über die Geschwindigkeit entscheiden die Rodler selbst. Denn mit dem Bremshebel kann man eigenständig bremsen und somit die km/h bestimmen. Vom Frühling bis in den Herbst ist die Sommerrodelbahn in Altenberg geöffnet. Sobald im Winter die Skilifte geöffnet sind, ist der sommerliche Spaß aber vorbei.

Sommerrodeln in Seiffen macht schon Kindern Spaß.
Sommerrodeln in Seiffen macht schon Kindern Spaß. Bild: J. Görner

Das Streetareal

Kultsport mitten in Chemnitz das ist im Konkordiapark möglich. Hier gibt es nicht nur Skategelegenheiten, sondern auch eine Parkouranlage, auf dem die sogenannten Trasseure ihren Wagemut zeigen. Im Schwung laufen sie Wände empor und erklimmen mit Muskelkraft akrobatisch Hindernisse. Ihnen bieten sich immer neue Möglichkeiten (also Trassen) Hindernisse zu bewältigen, an die sich andere gar nicht erst rantrauen. Die fertiggestellte Parkouranlage ist ein System von Edelstahlstangen und Betonelementen in unterschiedlichen Höhen, das gemeinsam mit den Nutzern entwickelt wurde. Ein Bolzplatz auf 22 mal 13 Metern Kleinspielfeld verfügt über wasserdurchlässigen Kunststoffbelag. Besonders bei den jungen Fans der Biker- und Skaterszene ist das zentral gelegene Areal angesagt. Ein neuer Traum: Im Konkordiapark soll ein richtiges Basketballfeld entstehen.

Im Konkordia-Park in Chemnitz treffen sich die Skater.
Im Konkordia-Park in Chemnitz treffen sich die Skater. Bild: E. .Uhlmann
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