Feste Seife muss keine Keimschleuder sein

Die Verwendung von fester Seife zum Händewaschen spart Plastik- und Verpackungsmüll ein. Viele bleiben trotzdem bei der Flüssigseife, oft aus Sorge, dass die Seife mit Bakterien belastet ist.

Freiburg/Hamburg (dpa/tmn) - Feste Seife neben dem Waschbecken geht durch viele Hände - die meisten davon ungewaschen. Eine Keimschleuder ist die Seife deshalb aber nicht, erklärt Ernst Tabori, Direktor des Deutschen Beratungszentrums für Hygiene, in der Zeitschrift «Good Health» (Ausgabe 6/2019).

Denn theoretisch hinterlässt zwar jeder Anwender auf fester Seife eine Keimspur. Die Seife bietet Bakterien aber kein gutes Wachstumsmilieu. Krankheitserreger werden zwar nicht sofort getötet, überleben aber auch nicht lange. Feste Seife ist damit nicht unhygienischer als Flüssigseife: Hier können sich Keime zwar nicht auf der Seife selbst, aber dafür auf dem Pumpmechanismus sammeln.

Beide Verunreinigungen sind aber zu vernachlässigen, wenn sich Anwender sofort nach dem Kontakt mit Seife oder Mechanismus gründlich die Hände waschen. Zumindest in Privathaushalten dürfen daher sowohl Seifenstücke als auch Seifenspender zum Einsatz kommen - wichtig ist nur, dass es eins von beidem gibt. Auf Desinfektionsmittel oder entsprechende Zusätze in der Seife können Privatanwender dagegen ruhig verzichten, so der Experte.

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