Hitze macht Multiple-Sklerose-Patienten sehr zu schaffen

Dresden (dpa/sn) - Menschen mit Multipler Sklerose (MS) leiden derzeit besonders unter der Hitze. Sie fühlen sich schlapper, müder und klagen über eine Verstärkung ihrer Sehstörungen oder eine Verschlechterung ihrer motorischen Fähigkeiten, wie das Dresdner Universitätsklinikum am Freitag mitteilte. MS-Patienten erlitten dann einen sogenannten Pseudoschub. Mehr als 80 Prozent der MS-Kranken seien betroffen.

«Das hängt mit den Folgen der Multiplen Sklerose als entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks zusammen», erklärte Tjalf Ziemssen, Direktor am Multiple Sklerose Zentrum des Universitätsklinikums. Dort bildeten sich nach Abheilen der Entzündungsherde Narben im Bereich der Nervenfasern, die bei Erhöhung der Körpertemperatur schlechter die Informationen weiterleiten und somit zum Wiederauftreten von Beschwerden führen können.

Daher reagiert der MS-Patient laut Ziemssen auf Hitze mit einer Verstärkung vorhandener Beschwerden. Betroffene sollten körperlicher Anstrengung vermeiden, Füße und Arme in kaltes Wasser tauchen und möglichst viel Wasser trinken.

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