Aue wankt: Vierte Pleite in Folge

Die Alarmglocken im Erzgebirge schrillen, denn die Auer Zweitligafußballer kommen in der Tabelle nicht vom Fleck. Gegen Heidenheim verlor der FCE mit 0:1 (0:1).

Aue.

Stimmt die Rechnung von Daniel Meyer, dann benötigt Erzgebirge Aue zum Klassenerhalt noch sechs Punkte. "Drei davon wollen wir gegen Heidenheim holen", hatte der FCE-Trainer vor dem Spiel gegen den 1. FC Heidenheim gesagt. Doch seine Mannschaft konnte dieses Vorhaben am Freitagabend, am 29. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga, nicht in die Tat umsetzen. Mit 0:1 (0:1) verloren die Veilchen gegen den Aufstiegsanwärter, kassierten die vierte Niederlage in Folge und stecken weiter im Abstiegskampf. Sollten der 1. FC Magdeburg oder der SV Sandhausen am Wochenende ihre Heimspiele gewinnen, dann sind es nur noch zwei Punkte Abstand zum Relegationsplatz.

Bei den Gastgebern feierte Steve Breitkreuz ein Comeback in der Abwehrkette. Sein letztes Punktspiel hatte der 27-Jährige, dem in der Winterpause ein freier Gelenkkörper aus dem Knie entfernt worden war, am 23. Dezember 2018 gegen Union Berlin bestritten. Für Breitkreuz musste im Vergleich zur Partie in Bielefeld Louis Samson diesmal auf die Bank, zudem spielte Florian Krüger von Anfang an für den erkrankten Fabian Kalig.

Breitkreuz und seine Teamkameraden waren noch nicht richtig auf Betriebstemperatur, da klingelte es bereits im Auer Kasten. Robert Andrich bekam im Mittelfeld den Ball und stiefelte auf den Strafraum zu. Und da ihm kein FC-Spieler auf die Pelle rückte, zog der Heidenheimer aus etwa 18 Metern unbe-drängt ab. Unerreichbar für Martin Männel schlug der Ball im rechten unteren Eck ein. Ein Schock, von dem sich die Auer nur langsam erholten. Dennoch hatte Pascal Testroet bereits in der 12. Minute die Chance zum Ausgleich. Doch nach Pass von Krüger scheiterte der Stürmer an FCH-Keeper Kevin Müller.

Auch auf Seiten des FCE stand zum Glück ein Klassemann im Tor, denn in der 33. Minute verhinderte Männel das möglicherweise vorentscheidende 0:2. Gegen Andrich behielt der FCE-Kapitän die Oberhand. Nach diesem Schreckmoment kamen die Auer jedoch besser in die Partie. So hatten die Heidenheimer in der 37. Minute Glück. Jan Hochscheidt schlug einen langen Ball in den Strafraum, Testroet legte per Kopf ab, doch Krügers artistischer Versuch verfehlte das Tor knapp. Auch danach blieben die Auer am Drücker, agierten in der Offensive aber zu ungenau oder überhastet.

Aus der Kabine kamen die Hausherren mit einer anderen Körpersprache und mehr Mut zur Offensive. Testroet setzte mit zwei Schussversuchen aus der Drehung (48./51.) wieder die ersten Achtungszeichen. Das erste Mal reagierte Müller, der den abgefälschten Ball zur Ecke lenkte, stark. Das zweite Mal strich das Leder knapp am Pfosten vorbei. Testroet, der leicht angeschlagen in das Spiel gegangen war, wurde in der 62. Minute ausgewechselt. Geburtstagskind Philipp Zulechner kam herein. Entscheidende Impulse konnte der nunmehr 29-Jährige nicht mehr geben. Zwar bemühten sich die Lila-Weißen und warfen kämpferisch alles in die Waagschale, doch das reichte gegen die abgezockten Gäste, die ihre Konter allerdings schlecht ausspielten, nicht. Zu allem Überfluss verloren die Auer, die die nächste Partie beim Hamburger SV bestreiten, auch noch Filip Kusic, der nach einem rüden Einsteigen die Rote Karte sah.

Statistik Aue: Männel - Kusic (81. Rote Karte/grobes Foulspiel), Wydra, Breitkreuz (78. Nazarov/V) - Strauß, Riese (V), Fandrich, Iyoha (85. Kral) - Hochscheidt - Krüger, Testroet (62. Zulechner/V); Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf (29. Feick/V) - Andrich (80. Dovedan), Griesbeck, Thomalla, Dorsch - Glatzel, Multhaup (63. Schnatterer). SR: Aarnink (Nordhorn), Tor: 0:1 Andrich (5.), Zuschauer: 7100.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...