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Erzgebirge Aue: „Ich hoffe, nächstes Jahr mehr Alternativen zu haben“ – Cheftrainer Dotchev wünscht sich mehr Kadertiefe

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Das Endspiel im Sachsenpokal haben die Veilchen gegen Dynamo Dresden verloren. Den Unterschied machten schließlich die Einwechselspieler.

Dresden.

Dynamo Dresden hat mit dem Gewinn des Sachsenpokals ein versöhnliches Ende einer verkorksten Saison gefeiert; der FC Erzgebirge Aue es hingegen verpasst, einer gelungenen Drittliga-Spielzeit die Krone aufzusetzen. Im Endspiel des Landespokals am Samstagnachmittag lieferten sich beide Teams einen leidenschaftlichen Kampf, geprägt von Emotionen und vielen Spielunterbrechungen. Torszenen waren lange Mangelware, erst in der Verlängerung nahm das Spiel wieder richtig an Fahrt auf.

Aue geschwächt, Dynamo beflügelt

Das aber lag vor allem an den verschiedenen Kräfteverhältnissen. „Es war schwer, noch irgendwelche Kräfte zu sammeln. Wir haben versucht, uns nicht zu verletzen. Bei jedem hat es bereits vor dem Spiel gezwickt. Das Ziel war, hier einfach heile rauszukommen“, sagte Erzgebirge-Aue-Profi Mirnes Pepic nach dem Spielende. Im Rudolf-Harbig-Stadion musste die Elf von Pavel Dotchev auf die Stammspieler Marcel Bär, Tim Danhof, Marco Schikora sowie Linus Rosenlöcher und Omar Sijaric verzichten.

Im Spiel selbst musste Dotchev viele Systemumstellungen vornehmen. Korbinian Burger und Ramzi Ferjani spielten schließlich als Außenverteidiger und nachdem Joker Maximilian Thiel verletzungsbedingt wieder ausgewechselt werden musste, agierte Joshua Schwirten als Stürmer. „In der Summe sind das viel zu viele Veränderungen, um das gegen einen starken Gegner wie Dynamo Dresden abzufangen“, sagte der Trainer.

Die Quittung folgte in der Verlängerung. Die Veilchen gingen auf dem Zahnfleisch, konnten sich kaum noch dem wachsenden Druck der Sportgemeinschaft Dynamo wehren. Die Schwarz-Gelben spielten nach Ablauf der regulären Spielzeit wie beflügelt. Getragen von den Dresdner Fans erspielte sich die Mannschaft von Interimstrainer Heiko Scholz nahezu im Minutentakt Chancen. Es war eine Phase, in der sich die Kaderqualität der Dresdner bemerkbar machte.

Joker Vlachodimos entscheidet das Spiel

Scholz reagierte schon vor Ablauf der regulären Spielzeit, brachte zahlreiche Offensivkräfte, die sofort Betrieb machten. „Alle die reingekommen sind, haben für frischen Wind gesorgt“, sagte der Dynamo-Coach. So war es der eingewechselte Panagiotis Vlachodimos, der in seinem letzten Spiel für die Landeshauptstädter beide Tore erzielte (111., 117.) und zum Matchwinner avancierte. „Er hat es verdient. Er war vier Jahre hier, wurde immer wieder aufgrund von Verletzungen, nicht wegen Leistungen, zurückgeworfen. Dass er heute die zwei Dinger macht, das freut mich besonders“, sagte Scholz.

Die beiden Treffer waren die einzigen, die die Erzgebirger im Wettbewerb kassierten. Auch in Dresden hatte die Dotchev-Elf lange die Null gehalten, weshalb Dynamo-Coach Scholz lobende Worte an die Veilchen richtete: „Ich muss Aue ein Riesenkompliment machen. Man hat ihnen nie angesehen, dass es hier eigentlich um nichts geht. Jeder wollte für seine Fahnen, für seinen Verein und seine Zuschauer alles geben.“

Dotchevs Wunsch nach mehr Kadertiefe

Mit dem Auftritt seiner Mannschaft konnte FCE-Cheftrainer Pavel Dotchev nach auch trotz der Niederlage gut leben: „Für mich war es ein intensives, tolles Spiel. Leider haben wir es nicht geschafft, das über die Zeit zu bringen. Aber mit der Einstellung und der Art und Weise, wie wir uns heute präsentiert haben, bin ich sehr, sehr zufrieden“, sagte der Trainer, der gehofft hatte, dass sich sein Team noch ins Elfmeterschießen rettet.

Das Spiel zeigte dem erfahrenen Coach aber noch einmal, was sich in der Mannschaft mit Blick auf die nächste Saison ändern müsse: Immer habe der 58 Jahre alte Bulgare mit Mirnes Pepic, Marvin Stefaniak, Erik Majetschak und Boris Tashchy dieselben Protagonisten auf dem Feld gehabt, die über 90 oder 120 Minuten ans Limit gehen, erzählte Dotchev. „Wir freuen uns auf die Pause. Aber ich hoffe, dass wir nächstes Jahr ein bisschen mehr Alternativen haben, um Dinge wie heute besser im Griff zu haben.“

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