Handwerk vor schwerer Aufgabe bei Stahl Riesa

Fußball-Landesliga: Rabensteiner müssen nach Auftaktpleite auswärts ran

Ringo Delling ist noch nicht lange Trainer einer Fußballmannschaft. Doch er hat vielen seiner erfahrenen Kollegen eines bereits voraus: Er jammert nicht. Weder die 0:5-Niederlage zum Auftakt der neuen Landesligasaison gegen Kamenz noch die personellen Probleme, die seine Mannschaft derzeit hat, will der neue Coach von Handwerk Rabenstein zum Thema machen. "Wir nehmen die Situation so, wie sie ist und versuchen, auch bei einem starken Gegner das Optimale herauszuholen", sagt Delling vor der Partie seiner Handwerker am heutigen Samstag bei Stahl Riesa.

Mehr noch: Delling, der die Rabensteiner Mannschaft in diesem Sommer von André Stöhr übernommen hat und vom Spielfeld auf die Trainerbank wechselte, sieht viel Positives an der neuerlichen Aufgabe. "Es ist doch schön, bei einem so traditionsreichen Verein in so einem Stadion zu spielen. Das nehmen wir sehr gern mit", sagt er.

Dass es sportlich keine leichte Aufgabe wird, ist dem Trainer dabei natürlich klar. "Wir haben nach dem 0:5 gegen Kamenz 14 Tage Pause gehabt - optimal war das sicherlich nicht", sagt Delling. Nachdem seine Mannschaft schon aus dem Rennen im Landespokal war, in dem am vergangenen Wochenende die zweite Runde ausgespielt wurde, wollte der Coach ein Testspiel machen, dieses war auch schon vereinbart. "Leider hat der Gegner dann sehr kurzfristig abgesagt, sodass wir nicht im Rhythmus bleiben konnten."

In Riesa will Delling trotz aller negativen Vorzeichen das erste Erfolgserlebnis nach dem Pokalaus und der Punktspielniederlage holen. "Wir müssen anfangen zu punkten, damit die Stimmung oben bleibt", sagt er. Aktuell sei in der Mannschaft alles top, die Spieler würden gut mitziehen. "Wir brauchen aber Zählbares, damit wir wissen, wofür wir uns quälen", so Delling, der noch nicht weiter als bis zum Riesa-Spiel denken will. Aus gutem Grund. Denn mit dem Derby bei Germania Mittweida wartet am nächsten Wochenende gleich der nächste schwere Brocken. Aber gejammert wird bei Handwerk bekanntlich nicht.

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