Handwerker im Höhenflug

Fußball-Landesklasse: Nach der gesicherten Herbstmeisterschaft hebt in Rabenstein keiner ab. Beim TSV Ifa wird ein neuer Trainer präsentiert, weil der bisherige nun als Abteilungsleiter fungiert.

Unvorsichtigerweise hatte André Stöhr, Trainer von Handwerk Rabenstein, vor einiger Zeit zugestimmt, dass er, wenn sein Team die Herbstmeisterschaft in der West-Staffel der Fußball-Landesklasse gewinnt, die Weihnachtsfeier in Skistiefeln bestreitet. Im Anschluss an den 3:0 (1:0)-Erfolg am Sonnabend gegen Treuen fand die Festlichkeit statt. Stöhr könnte es etwas warm um die Füße geworden sein - denn sein Team überwintert an der Tabellenspitze. Das war ihm nach dem guten Abschluss der Hinrunde ziemlich egal. "Für uns war es ein Arbeitssieg. Das Ergebnis ist deutlicher als der Spielverlauf", so Stöhr.

Damit schließt Handwerk ein beachtliches Jahr ab. Neben der Herbstmeisterschaft blieb man bis zur Winterpause in der bisherigen Saison ohne Niederlage. Spielzeitübergreifend haben die Rabensteiner 24-mal nicht verloren. Der letzte komplette Punktverlust war am 8. April ein 0:2 in Lichtenstein. 2018 stehen 19 Siege, sieben Remis und nur drei Niederlagen in der Bilanz.

Abheben wird aber am Harthweg keiner. "Jeder weiß das richtig einzuschätzen. Die Jungs beschäftigen sich nicht mit Aufstieg oder Meisterschaft. Sie haben Bock, Spiele zu gewinnen. Im Februar geht es wieder bei null los. Es wird schwer, die Hinrunde zu bestätigen", betonte der Coach.

Mit etwas Demut blickt man in Rabenstein auf das Geleistete. "Wir haben auch mal knapp gewonnen oder eine Partie gedreht. Das war nicht selbstverständlich, aber fast optimal", so Stöhr. Er hob zwei Dinge hervor: "Die Gegner sagen, dass wir läuferisch überlegen sind. Wir stehen also gut im Saft. Und trotz des großen Kaders haben wir einen Riesenzusammenhalt."

Beim TSV Ifa hatte man sich aufgrund der Verletzten- und Krankensituation gewünscht, dass das letzte Spiel des Jahres verschoben wird. Der Kontrahent aus Meerane stimmte laut Gastgeber nicht zu und siegte 2:0 (0:0). Bei Ifa wirkten vier Spieler mit, die am Vormittag bereits in der Zweiten Mannschaft oder im Nachwuchs gespielt hatten. Im Tor stand mit René Fritzsch der Rechtsverteidiger. Zu allem Überfluss verletzte sich in der ersten Hälfte der Kapitän und beste Torschütze Felix Klein-Heinzmann. "Wir hätten gern einen Punkt mitgenommen. Unter anderen Umständen wäre das auch möglich gewesen", resümierte Trainer René Wagner. Für ihn war es das letzte Spiel als Coach. Er wird sich ab sofort auf die Funktion als Abteilungsleiter Fußball konzentrieren. Der neue Trainer Mario Schott schaute am Sonntag schon mal zu. Der 36-Jährige kommt aus Großrückerswalde und hat in seiner aktiven Zeit als Kicker höherklassig in Krumhermersdorf gespielt.

Der VfB Fortuna ließ durch die 2:4 (1:3)-Niederlage in Marienberg den Rückstand auf Handwerk auf fünf Zähler anwachsen. "Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht, die der Kontrahent gnadenlos ausgenutzt hat", resümierte Coach Rocco Dittrich. Kapitän und Routinier Ronny Weigel pausierte wegen der fünften Gelben Karte. "Da hat der jungen Mannschaft natürlich die Erfahrung gefehlt. Aber die Niederlage wirft uns nicht um. Das gehört dazu", so Dittrich. Das Derby zwischen Germania und Blau-Weiß fiel aus.

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