HVC bangt um verletzte Topspielerin

Die Handballerinnen stecken im Keller der Dritten Liga fest - auch weil ihnen die verletzte Petra Starcek fehlt. Wie geht es weiter mit der Kroatin?

Ein Viertel der Saison in der dritten Handball-Liga Ost ist Geschichte. Aus Sicht des HV Chemnitz muss sich aber dringend etwas ändern. Denn nach sechs Spielen steht nur ein Sieg zu Buche, die restlichen Partien gingen verloren. Mit 2:10 Zählern sind die Damen von Trainer Robert Flämmich vorerst Tabellenvorletzte - das würde in der Endabrechnung den Abstieg bedeuten. Allerdings ist das rettende Ufer in Sicht: Der Abstand dorthin beträgt nur einen Zähler.

Am Sonntag gab es für die Chemnitzerinnen nichts zu holen, beim TS Herzogenaurach verloren sie 25:37 (10:18). "Über weite Strecken des Spiels haben wir gar keine Bindung gefunden und wurden in der ersten Halbzeit vom Gegner teilweise überrannt", bilanziert HVC-Präsident Mario Schmidt. Zwar sei es nach dem Seitenwechsel etwas besser gelaufen. "Doch die letzten zehn Minuten gingen dann wieder an den Baum", so Schmidt. Das Fehlen der erfahrenen Catrin Grützmann habe sich bemerkbar gemacht. "Sie plagt sich mit einer Verhärtung des Oberschenkels herum. Ich hoffe, dass sie in den kommenden Tagen wieder komplett ins Mannschaftstraining einsteigen kann", sagt der Vereins-chef. Die 34-Jährige, die seit 2010 beim HVC aktiv ist, kurbelt auf der Mittelposition immer wieder das Angriffsspiel an.

Viel komplizierter sieht die medizinische Situation für Petra Starcek aus. Die Kroatin, die seit 2016 das Trikot des HVC trägt, verletzte sich im letzten Heimspiel schwer. "Bei einer Abwehraktion war ihr eine gegnerische Spielerin von der Seite ins linke Knie gerannt", berichtet der Präsident. Auf eine endgültige Diagnose wollten sich die Ärzte bisher noch nicht festlegen. Noch in dieser Woche soll eine MRT-Untersuchung für Klarheit sorgen. "Fakt ist, dass uns Petra sehr fehlt. Mit ihrer Erfahrungen hat sie unserer Deckung eine zusätzliche Sicherheit und Stabilität verliehen", sagt Schmidt. Immerhin spielte sie früher für kroatische Mannschaften auch im Europacup, sowie für den Thüringer HC in der Bundesliga und den BSV Zwickau in der 2. Bundesliga. Sollten sich jedoch die ersten Vermutungen eines Innenbandrisses bestätigen, dürfte es für sie sehr schwer werden, wieder zurückzukehren.

Dass am kommenden Wochenende die 3. Liga planmäßig pausiert, dürfte dem HVC in die Karten spielen. Die erste Mannschaft werde ein internes Testspiel gegen die zweite Vertretung bestreiten, um im Rhythmus zu bleiben, kündigt Flämmich an. "Außerdem gibt uns die Pause die Möglichkeit, an unseren reichlich vorhandenen Baustellen zu arbeiten."

Präsident Schmidt glaubt nach wie vor an die Qualität der Truppe. Sie brauche aber dringend ein Erfolgserlebnis. Die kommenden Hürden, die der HVC überspringen muss, sind jedoch alles andere als niedrig. Am 11. November empfangen die Handballerinnen den SC Markranstädt zum Sachsenderby. Und eine Woche später geht es zum HC Leipzig. Das Team aus der Messestadt hat bisher noch keinen Zähler abgegeben und peilt den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. "Natürlich sind wir in diesen beiden Partien klarer Außenseiter. Aber im Dezember treffen wir auf zwei direkte Konkurrenten um den Klassenerhalt. Dann müssen zwingend Punkte her", blickt Flämmich voraus.

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