Limbacher Marktlauf: Ehepaar trotzt gemeinsam der Hitze

Rund 450 Sportler gingen bei dem Wettkampf am Waldstadion in Limbach-Oberfrohna an den Start. Für Ute Blumtritt, die das Rennen mit ihrem Mann absolvierte, endete der Wettkampf mit einer Überraschung.

Azurblauer Himmel, Temperaturen nahe 30 Grad: ein idealer Sommertag. Doch viele Teilnehmer am Limbacher Marktlauf waren am Samstag von diesen äußeren Bedingungen nicht begeistert. "Ein paar Grad weniger hätten es sein können", meinte der Chemnitzer Pirmin Troxler. Er hatte vor dem Start schon gut zehn Kilometer zurückgelegt, aber mit dem Rad. "Ich bin Triathlet und deshalb mit dem Fahrrad von Chemnitz nach Limbach-Oberfrohna gefahren", sagte er. Mit seiner Leistung beim Marktlauf war er zufrieden. In seiner Altersklasse M 55 wurde er Achter über die 10,6 Kilometer.

Auch Ute (54) und Frank Blumtritt (58) zeigten sich von den hochsommerlichen Temperaturen nicht so erfreut. "Das Wetter ist doch ein wenig zu heiß für den Lauf", so Frank Blumtritt. Das Ehepaar aus Chemnitz, das dem Laufverein Limbach 2000, dem Veranstalter des Marktlaufes, angehört, hatte es sich trotzdem nicht nehmen lassen, an den Start über die 10,6 Kilometer im Limbacher Waldstadion zu gehen. "Wir sind schon bei höheren Temperaturen gelaufen", ergänzte Ute Blumtritt. Während sie bereits zum fünften Mal beim Marktlauf dabei war, startete ihr Gatte zum zweiten Mal. Meistens nehmen die beiden Chemnitzer gemeinsam an Laufveranstaltungen teil. "Manchmal beteiligt sich auch nur einer von uns an einem Wettkampf. Das kommt aber eher selten vor", so Frank Blumtritt.

Ein Ziel hatten sich beide beim Limbacher Marktlauf nicht gestellt. "Das machen wir nie. Ich achte vor allem darauf, was der Körper hergibt. Meine Devise lautet: Gesundheit geht vor Schnelligkeit", sagte die 54-Jährige. Gerade bei solchen Temperaturen müsse man aufpassen, dass man sich nicht zuviel zumutet. Die Strecke beim Marktlauf, die rund um den Schafsteich führte, kannten beide. "Deshalb sind wir die Route vorher nicht abgelaufen", sagte sie.

Am Ende zeigten sich die Blumtritts zufrieden. Ute, die nach 52:45 Minuten ins Ziel kam, wurde sogar Erste in ihrer Altersklasse. "Die Strecke war sehr anspruchsvoll. Man musste vorsichtig sein, was die Kräfte-Einteilung betraf", betonte die 54-Jährige. Gut zwölf Minuten später überquerte ihr Ehegatte die Ziellinie. Auch er war froh, als er wieder im Waldstadion ankam. "Es war schon extrem, bei dieser Hitze zu laufen", wies der Chemnitzer hin.

Auch dem Sieger, Stefan Seidel von der SG Adelsberg, machten die Temperaturen ein wenig zu schaffen. "Der Lauf war sehr anstrengend. Ab Kilometer drei konnte ich dem Feld etwas davonlaufen", sagte der Chemnitzer, der im vergangenen Jahr Zweiter beim Marktlauf wurde. Bei den Frauen holte sich Annett Jalowi vom TV Dresden den Sieg. "Damit habe ich schon ein wenig geliebäugelt. Ich bin Triathletin und komme gerade aus dem Trainingslager", verriet die 35-Jährige.

Neben dem Hauptlauf gab es beim Limbacher Marktlauf Strecken über 5,6, über 1,5 und über einen Kilometer sowie eine Nordic-Walking-Route über 5,6 Kilometer. Insgesamt zählte der Veranstalter, der von den Teilnehmern viel Lob erhielt, rund 450 Akteure.


Ergebnisse des Marktlaufs

10,6 Kilometer Männer: 1. Stefan Seidel (SG Adelsberg) 38:18 Minuten, 2. Patrick Wendritsch (SG Adelsberg) 38:51, 3. Thomas Schaarschmidt (Chemnitzer LV Megware) 39:29.

Frauen: 1. Annett Jalowi (TV Dresden) 42:37, 2. Claudia Schönherr (Pobershau) 46:22, 3. Anne Gründler (SG Adelsberg) 46:37.

5,6 Kilometer Männer: 1. Niklas Härtig (Dresdner SC) 19:06, 2. Sebastian Enke (Hohenstein-Ernstthal) 19:28, 3. Philipp Schneider (Chemnitz) 20:35.

Frauen: 1. Lucile Peroche (Chemnitz) 22:42, 2. Kristin Jähnigen (Dresden-Weißig) 24:24, 3. Flavia Richter (SC Chemnitz-Triathlon) 24:33.

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